Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Niedereschach "Vorbilder für Energiewende"

Von

Von Albert Bantle

Niedereschach. Begeistert zeigte sich gestern Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller beim Spatenstich für die Holzhackschnitzel-Heizzentrale der Bürgerenergie Niedereschach (BEN).

Mit dem symbolischen Spatenstich leitete am Nachmittag der Umweltminister zusammen mit Einwohnern, Vertretern der Baufirmen, der Sparkasse, des Innovationsnetzwerkes Schwarzwald-Baar-Heuberg und nicht zuletzt der BEN den offiziellen Beginn des 5,5- Millionen-Projektes ein. "Wir brauchen solche Aktivitäten, um die Energiewende zu schaffen", so der Minister in seiner Ansprache. Die Energiewende verkomme in jüngster Zeit immer mehr zu einer "Energie- und Strompreisdebatte". In Baden-Württemberg gebe es bereits 54 Energiedörfer, weitere 18 – und dazu gehöre Niedereschach – seien im Entstehen.

Auch der Vorstandsvorsitzende der BEN, Alwin Rist, Bürgermeister Martin Ragg und Arnold Berghoff gingen in ihren Ansprachen auf die Nachhaltigkeit des Großprojektes der BEN ein. Untersteller lobte das umweltfreundliche Großprojekt, das aus den Reihen der Bürger in die Wege geleitet wurde.

Alwin Rist und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Matthias Ratz, stellten die Vorteile einer dezentralen Energieversorgung heraus und lieferten Zahlen, Daten und Fakten rund um das Projekt und zur Gründungsgeschichte der BEN, die ja bereits mehrere Photo­voltaik-Anlagen und auch das "Schulprojekt" in Zusammenarbeit mit der Biogasanlage des HSV realisiert hat. Rist rechnet aktuell mit rund 200 Anschlussnehmern und geht davon aus, dass vor diesem Hintergrund jährlich rund 700  000 Euro Wertschöpfung vor Ort bleiben – Geld, das sonst in den Nahen Osten, nach Russland oder Norwegen fließen würde.

Arnold Berghoff hatte zwei Glückwünsche im Gepäck. Zum einen für die BEN, die nun den Startschuss zu einem so umweltfreundlichen Projekt ermöglicht habe, zum anderen für den Minister, der stolz sein könne, solche Menschen wie die BEN-Aktiven im Land zu haben.

Bürgermeister Martin Ragg, Aufsichtsratsvorsitzender der BEN, hatte gleich doppelten Grund zur Freude. Er ging vor allem auf die vier an dem Projekt beteiligten Akteure ein. Einmal die Mitglieder der BEN, die Baufirmen, die Gemeinde mit Gemeinderat und schließlich die gesamte Bevölkerung, die stark betroffen sei, während die rund acht Kilometer Wärmeleitungen verlegt werden. Er selbst habe mit der Erweiterung des Neubaugebietes "Vorderer Herrenberg II" seit vielen Wochen eine solche Großbaustelle vor der Haustüre und wisse aus eigener Erfahrung, was das bedeute.

Reinhold Mayer vom Landratsamt übermittelte nicht nur Grüße des Landrates Sven Hinterseh, sondern überbrachte auch die Teilbaufreigabe (roter Punkt) für das Großbauprojekt für den Bereich der Tiefbauarbeiten. Er stellte überdies in Aussicht, dass in Kürze auch die komplette Baufreigabe erfolgen werde. Mayer bezeichnete das BEN-Projekt in Niedereschach als beispielhaft für den gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die Begrüßung von Minister Untersteller erfolgte im Niedereschacher Rathaus durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der BEN, Matthais Ratz, der in einer Power-Point-Präsentation auf Zahlen, Fakten und Ziele des Projektes einging. Zu Fuß ging es dann zur Grundstraße in Niedereschach, wo bereits die ersten umfangreichen Tiefbauarbeiten für das Nahwärmenetz auf Hochtouren laufen, danach weiter zum Standort der Hackschnitzel-Heizzentrale neben der Niedereschacher Schule. Dort fand der Spatenstich statt, der anschließend bei einem Sektempfang gebührend gefeiert wurde.

 

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.