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Niedereschach Kein ruhiger Ehrentag für Rekord-Willi

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Mit einem Riesenplakat gratulierten Müllers Sportfreunde ihrem "Rekord-Willi" zum 80. Geburtstag. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Seinen 80. Geburtstag feierte am Samstag das Fischbacher Gewichtheber- und Kraftdreikampfidol Willi Müller. Ganz offensichtlich hält Kraftsport jung, denn die 80 Lebensjahre sieht man dem agilen Jubilar nicht an.

Niedereschach-Fischbach. Willi Müller ist nach wie vor überaus aktiv, steht auch mit 80 Jahren seinen Mann und hilft seinem Sohn Reiner nach wie vor in dessen Baugeschäft, das Willi Müller einst gegründet und mit dem Eintritt ins Rentenalter übergeben hat.

"Die Arbeit auf dem Bau hält mich körperlich fit", sagte Willi Müller, der nur noch in den Wintermonaten in seinem Kraftraum trainiert und vom aktiven Kraftsport längst Abschied genommen hat. Nichtsdestotrotz hängt Müllers Herz natürlich nach wie vor am Kraftsport.

Eigentlich wollte der Jubilar seinen Ehrentag im Kreise der Familie feiern und erst in einigen Wochen beim Geburtstag seiner Frau Waltraud ein größeres Geburtstagsfest folgen lassen. Doch daraus wurde nichts, denn schon am frühen Samstagmorgen stürmten die ersten Gratulanten in Gestalt der Aktiven und vieler Mitglieder des SV Flözlingen sein Haus um ihrem "Rekord-Willi" zu gratulieren. Doch nicht nur das: Sie hatten ein Riesenplakat mitgebracht, das an der Hauswand des Jubilars angebracht wurde und weithin sichtbar verkündete dass "Unser Rekord-Willi" heute 80 Jahre alt wird.

Und so war es nicht verwunderlich, dass sich die Gratulanten am Samstag im Hause Müller die Klinke in die Hand gaben, um zu gratulieren. Darunter auch Andy Ettwein und Daniela Stern von der Narrenzunft, sowie Ortsvorsteher Peter Engesser, der nicht nur eine Urkunde mit persönlicher Widmung überreichte und an Willi Müllers Zeit als Ortschaftsrat und seine immer ausgeprägte Bereitschaft, die Fischbacher Vereine zu unterstützen erinnerte, sondern zudem ein ganz besondere Überraschung bereit hielt: eine Schrifttafel die an Müllers Vielzahl von großen sportlichen Erfolgen erinnert und die am Vereinsbaum in der Fischbacher Ortsmitte für alle weithin sichtbar einen öffentlichen Ehrenplatz erhalten wird.

"1939 in Fischbach geboren und in schwerer Zeit aufgewachsen und als selbstständiger Unternehmer, war er immer bodenständig und seinem Heimatort verbunden", sagte Engesser und bezog in seine Worte auch Müllers Ehefrau Waltraud mit ein, die ihrem Mann in all den Jahren eine große Stütze war und noch immer ist. Zudem erinnerte der Ortsvorsteher an den stets großen sportlichen Ehrgeiz des Jubilars, der sich auf dem "Siegertreppchen" einfach am wohlsten fühlte.

Die sportliche Heimat von Willi Müller waren der SV Flözlingen und in seinen Glanzzeiten der SV Fellbach. Als Gewichtheber war Müller 1959 und 1960 deutscher Juniorenmeister. In den Jahren darauf errang er zahlreiche deutsche Meisterschaften und Vizemeisterschaften, stellte über 20 deutsche Rekorde auf, war vielfacher baden-württembergischer Meister, dreimal deutscher Mannschaftsmeister mit dem SV Fellbach, Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, kam zu Einsätzen beim Baltic-Cup und dem Donaupokal, wurde 1974 als erster Sportler mit dem Wanderpreis "Sportliches Vorbild" des SV Fellbach ausgezeichnet und war 1996 Sportler des Jahres des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber.

Seine größten sportlichen Erfolge erzielte Müller im Seniorenbereich beim Kraftdreikampf, bestehend aus den Disziplinen Kreuzheben, Bankdrücken und Kniebeugen. Im Kraftdreikampfbereich war Müller vielfacher Landesmeister, siebenfacher deutscher Meister und fünfmal Weltmeister und stellte eine Vielzahl von deutschen Rekorden, Europarekorden und auch Weltrekorden auf. Müllers Laufbahn wurde bei seinem Ehrentag natürlich immer wieder hervorgehoben und auch so manche Anekdote, speziell in den Gesprächen mit seinen Sportfreunden aus Flözlingen und Fellbach, wurde in Erinnerung gerufen.

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