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Niedereschach Hintergrund

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Bei Feyer.Art dabei: Peter Engesser (von links), Martin Ragg, Simone Feyer, Katrin Schütz, Gerhard Feyer, Martina Braun, Tim Tauser, Lara Reichert, Raphael Burger, Alexandra Ganter, Karl Rombach und Werner Rottler.Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Zustande kam das "Hofkapellenprojekt" nur deshalb, weil in Folge der Corona-Pandemie die Auftragslage bei der Firma Feyer.Art stark rückläufig war und wegen des nicht mehr stattfindenden Berufsschulunterrichts zusätzlich plötzlich auch alle fünf Auszubildenden beschäftigt werden sollten. Die mehrfach aufgeschobene Sanierung der im Innenbereich recht maroden Hofkapelle wurde vor diesem Hintergrund in Zusammenarbeit mit den Besitzerfamilien (Dinter, Dörflinger, Kess) in Angriff genommen, wobei die Auszubildenden alles selbst organisieren mussten und ohne die Vorarbeit des Vorarbeiters schnell bemerkten, welche Herausforderung dies darstellt. An dieser Aufgabe, sind die fünf Azubis sichtlich und spürbar gewachsen und durften sich am Dienstag zu Recht über viel wohlwollenden und verdienten Applaus freuen.

Niedereschach (alb). Das Thema Ausbildung steht im Blickpunkt einer dreitätigen Tour der Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg, Katrin Schütz, (CDU) durch die Regionen Nordschwarzwald, Schwarzwald-Baar-Heuberg und Hochrhein-Bodensee.

Dabei besuchte sie insgesamt 13 Betriebe, um sich mit Geschäftsleitungen, Auszubildenden und Ausbildern auszutauschen. Das umfangreiche Besuchsprogramm gilt ausschließlich Betrieben, die im Rahmen der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Ausbildungsbereich innovative Lösungen gefunden haben, um mit ihren Auszubildenden auch in Zeiten der Corona-Krise zu arbeiten und zu lernen.

Dazu gehört zweifellos auch die Firma Feyer.Art aus Niedereschach-Fischbach, die im Handwerksbereich seit Jahrzehnten intensiv ausbildet und im Bezirk der Handwerkskammer Konstanz mit zu den renommiertesten Ausbildungsbetrieben gehört, wie der Präsident der Handwerkskammer Konstanz (HWK), Werner Rottler, betonte.

Zu Gast waren Martina Braun (MdL Grüne), Karl Rombach (MdL CDU), Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg, der als Kreisrat auch Landrat Sven Hinterseh vertrat, Fischbachs Ortsvorsteher Peter Engesser, Werner Rottler, die für die Bereiche Kommunikation und Marketing bei der HWK zuständigen Petra Schlitt-Kuhnt, auf deren Initiative hin der Besuch von Schütz in Niedereschach erfolgte, dem Niedereschacher HGI- Vorsitzenden Rolf Zahel, sowie der Eigentümerfamilie der alten Hofkapelle im "Vogelsang" zwischen Niedereschach und Fischbach.

In ihrem Beisein stellten der Inhaber von Feyer.Art, Gerhard Feyer, und seine für den Ausbildungsbereich zuständige Tochter Simone Feyer ihren Betrieb sowie ihr Handwerk und dann unter Einbeziehung der Ausbildenden Alexandra Ganter, Lara Reichert sowie Raphael Burger und Timo Tauser, das infolge der Corona-Krise von den Auszubildenden der Firma vollständig eigenverantwortlich durchgeführte, überaus erfolgreich Hofkapellenprojekt vor.

Im Gespräch mit den Auszubildenden, der Ausbilderin, dem Firmenchef und dem Präsidenten der HWK, war die Staatssekretärin sichtlich beeindruckt von der Firma Feyer.Art, aber auch von den anwesenden vier der fünf an dem Projekt beteiligten Auszubildenden. Krankheitshalber konnte Haxhi Tahiri als fünfter am Projektbeteiligter nicht mit dabei sein.

"Man merkt schon, dass ihr außergewöhnliche Persönlichkeiten seid", lobte Kartin Ganter am Ende der auch für sie informationsreichen Gesprächsrunde mit den jungen Auszubildenden, bei der es auch um Dinge wie den Online-Unterricht während der Corona-Zwangspause und dem vom Feyer.Art Azubi-Team betriebenen Instagram-Profil ging.

Spannend war auch zu hören, wie es während der Corona-Pandemie mit dem Fernunterricht geklappt hat. Dabei zeigte sich, dass sehr viel auch vom Engagement des jeweiligen Lehrers und einem gut funktionierenden Internetanschluss und dem Ausbildungsbetrieb abhängt.

Tief beeindruckend war es auch zu erleben und zu hören, wie stolz die Auszubildenden auf ihren Betrieb sind und wie sie sich mit diesem identifizieren. Seit 1972 bildete Feyer.Art bereits 56 junge Handwerker aus und Gerhard Feyer war es eine Herzensangelegenheit, im Abspann eines gezeigten Film zum Hofkapellenprojekt, die Namen dieser 56 ehemaligen und jetzigen Auszubildenden aufzuführen

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