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Niedereschach Angst um Existenz treibt Familie um

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Die Einnahmen aus dem Eschach-Beizle sind Mahir Yildirim seit der infolge der Corona-Krise angeordneten Schließung vollständig weggebrochen. Im Snack-Point bietet er noch einen Abholservice an. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Während für manche Menschen in Zeiten der Corona-Krise die einzige Sorge zu sein scheint, genügend Toilettenpapier zu Hause zu haben und durch die Hamsterei einen Artikel durch Überforderung der Logistik in den Warenregalen erst knapp machen, geht es für andere Menschen um die nackte Existenz. Dazu gehört auch Mahir Yildirim aus Niedereschach.

Niedereschach. Der seit dem Jahr 2007 in Niedereschach wohnende, verheiratete Vater von drei Kindern hat sich mit Arbeit und Fleiß eine kleine Existenz für sich und seine Familie aufgebaut und betreibt neben dem seit vielen Jahren bestehenden Snack Point seit kurzer Zeit auch das Eschach-Beizle, in das er genau wie in den Snack Point viel Geld investiert hat.

Sowohl die Räume für den Snack Point als auch für das Eschach-Beizle hat Yildirim angemietet. Die ganze Familie hilft mit, und vor wenigen Monaten hat Yildirim, der zuvor in Miete wohnte, ein zum Verkauf stehendes Haus erworben und ist dort mit seiner Familie ein­gezogen. Beim Kauf des ­Hauses hat er zur Finanzierung Geld aufgenommen, ebenso wie für die Einrichtung des als geselliger Treffpunkt bei vielen Niedereschachern beliebten Eschach-Beizles. Um den Schuldendienst und die ­Mieten aufbringen zu können, ist Yildirim auf die laufenden Einnahmen aus dem "Snack-Point" und dem ­"Beizle" angewiesen.

Infolge der Corona-Krise musste er das Eschach-Beizle ganz schließen. Im Snack Point hat er seit der verordneten Schließung für seine Speisen und Getränke einen Abholdienst eingerichtet. Nichtsdestotrotz ist der Umsatz auch dort um fast 80 Prozent eingebrochen, was für Yildirim natürlich ein finanzielles Desaster bedeutet.

Ihm bleibt nur die Hoffnung, dass die Verordnung zur Schließung von Cafés und Restaurants bald wieder aufgehoben wird und er das Eschach-Beizle und den Snack-Point wieder öffnen kann. Aktuell bemüht er sich um die von der Politik versprochene "unbürokratische und schnelle" Hilfe, denn ohne diese werde er seinen laufenden finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen können. Die ganze Situation bereitet Yildirim und seiner Familie und auch den wenigen Beschäftigten große Sorgen und so manche schlaflose Nacht. "Das Ganze ist ein Alptraum", so Yildirim. Umso dankbarer ist er allen, die seinen Abholdienst im Snack Point in Anspruch nehmen. Er und sein Team passen sehr darauf auf, dass alle bei der Übergabe des Geldes und der Ware die für nötig erachteten Mindestabstände einhalten.

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