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Niedereschach 17 ¾-Rennen: Mutige Fahrer, heiße Maschinen

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Beim 17 ¾-Stunden-Rennen geben die Fahrer alles. Foto: Bartler-Team

Niedereschach-Fischbach - Ein Riesenerfolg war das zehnte Fischbacher Landstrecken-Mofarennen. Die "17 ¾-Stunden von Fischbach" lockten am Wochenende wieder tausende auf das zur kleinen Zeltstadt mutierte Rennsportgelände im sonst iyllischen "Mörzenbrunnen" im Bubenholzweg.

50 Mannschaften waren am Start, am Ende siegte das Team "Lausbuäbä" aus Königsfeld-Erdmannsweiler, das stolze 304 Rennrunden absolvierte, vor dem Team "Feldwegheizer" aus Obereschach und Weilersbach mit 301 Runden. Der Titelverteidiger aus dem Jahr 2016, das Team Brunner, musste sich mit 297 Runden mit Platz 4 zufrieden geben, und der Zweite des Jahres 2016, das Team "Provisorium" landete mit 298 Runden auf Rang 3. Bestes Damenteam war wie schon 2016 das Team "Hiesli Vieh" auf Platz 26 mit 190 Runden vor den Rennschnecken Dauchingen auf dem 28. Platz mit 179 Runden. Über die rote Laterne mit elf gefahrenen Runden durfte sich das Team "Betreutes Fahren" freuen.

Nicht nur bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag, herrschte eitel Sonnenschein, überhaupt hätte das Wetter besser nicht sein können. Die Sonne lachte vom Himmel, davon profitierte das hervorragend organisierte Mofa-Rennsport-Event natürlich. Schon zwei Stunden vor dem Start glichen die Zufahrtsstraßen zu den Parkplätzen im Bubenholzweg einer einzigen Blechlawine. Keiner wollte sich den spektakulären Start entgehen lassen.

Bürgermeister und Ortsvorsteher geben Starschuss

Den Startschuss gaben Bürgermeister Martin Ragg und Ortsvorsteher Peter Engesser, die mit Rennsportleiter Daniel Lipp die begeisterten Zuschauer und die Teams willkommen geheißen hatten. Ragg und Engesser waren voll des Lobes für die Organisatoren der Vereine Guggenmusik Ohrwürmer, Jugendclub und Musikverein Fischbach sowie die rund 200 Helfer, die in allen Bereichen und oft im Hintergrund aktiv waren. Lipp zeigte sich stolz auf dieses große Helfer- und Organisationsteam. "Ohne euch wäre diese Veranstaltung nicht möglich", sagte Lipp begleitet vom Beifall der Besucher. Diese waren begeistert von der besonderen Rennsportatmosphäre bei den "17¾-Stunden von Fischbach", die längst ein Besuchermagnet für die ganze Region geworden sind.

Schon ab dem frühen Samstagmorgen herrschte in Fischbach angesichts der Anreise der 50 Teams reger Verkehr. Nachdem die Mannschaften die Anmeldeformalitäten und den Bezug der Boxengasse erledigt hatten, war das für alle Teams verpflichtende Fahrerbriefing und die Streckenbegehung. Das Streckenteam hatte sich wieder einiges einfallen lassen, diverse Kurven und auch Bodenwellen eingebaut. Über einem zur Sicherheit der Zuschauer extra gebauten Tunnel wurde ein Hügel aufgeschüttet, über den die Mofas so ganz nach dem Geschmack des Publikums derart schwungvoll rasten, dass man sich schon etwas Sorgen um Fahrer und Mofas machen konnte. Doch zum Rennsport gehört das dazu.

Schon beim freien Training am Samstagnachmittag waren viele Zuschauer zugegen. Viele von ihnen verfolgten auch die fast dreistündige technische Abnahme der Mofas, ehe dann das Qualifikationstraining folgte, das vom Team "Lausbuäbä" mit der schnellsten Rennrunde in der Zeit von 3,17532 Sekunden vor dem Team "Feldwegheizer", das 2,498 Sekunden länger für den 2,098 Kilometer langen Rundkurs benötigte.

Und dann um 18.15 Uhr war es endlich soweit: Es folgte der spektakuläre Start nach Le-Mans-Manier bei dem die Fahrer an der Strecke stehend zunächst zu ihren gegenüber des Weges je nach Qualifikationsrang aufgestellten Mofas sprinten und den Motor des Mofas starten mussten, ehe es losging. Obwohl 15 Minuten vor dem Start der Motor zum Warmlaufen kurz gestartet werden durfte, erwischte doch so manches Team einen schlechten Start, weil das Mofa nicht oder nur schlecht ansprang, und schon war der gute Qualifikations-Rang dahin.

Von Anfang an wurde um jeden Zentimeter hart gekämpft. Der ein oder andere Rennunfall blieb nicht aus, doch die mit 23 Aktiven vor Ort befindlichen Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes aus Fischbach und die Ärzte Bastian Veigel und John Paul Fobiwe hatten alles im Griff und versorgten die Verletzungen wie Verstauchungen, Schürfwunden und Prellungen. Ein Fahrer wurde vorsichtshalber zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

Viel Beifall am Zieleinlauf

Beim Zieleinlauf am Sonntag gab es für alle Teams viel Beifall. Und nachdem die Fahrzeuge der besten fünf Teams noch einmal genau geprüft worden waren, folgte eine tolle und stimmungsvolle Siegerehrung als Abschluss einer spitzenmäßigen Veranstaltung. Hoch her ging es auch in der Freinacht von Samstag auf Sonntag in der gut beschallten und prall gefüllten "Kolbenfresserbar", in der die DJ‘s für gute Stimmung und eine für die Teilnehmer unvergessene und friedliche Partynacht sorgten. Kurzum: Bei den zehnten "17 ¾-Stunden von Fischbach" passte alles.

Zur Freude der Veranstalter waren mit den Teams "Rennschnecken Dauchingen", "Hiesle Vieh" und "4 Engel für Herkules" gleich drei reine Frauenteams am Start. Nachdem beim Team "Tuning Club Haseweiler" am Freitagabend der Motor des Rennmofas in Form eines Kolbenfressers einen Totalschaden hatte, sagte es seinen Start ab, worüber sich als Nachrücker die "Wildsauäää" aus Sankt Georgen freuen konnten. "Des einen Leid, des andern Freud", konnte man da nur sagen.

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