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Neuweiler Freude für Teufelsberghexen

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Büttel Martin Buchwald (von links) verkündete das Vorhaben eines närrischen Umzugs in Neuweiler am 10. Januar 2021, den er zusammen Jessica Schlecht und Michael Niedermayer ausheckte. Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder Bote

Neuweiler. Eigentlich wartete das närrische Publikum auf den nächsten Auftritt eines Brauchtumstanzes, als lautes Klingeln und Klopfen durch die Halle tönte. Büttel Martin Buchwald verkündete eine große Überraschung, selbst für die Teufelsberghexen.

"Im kommenden Jahr wird es am 10. Januar einen Umzug der Narren durch Neuweiler geben", rief der Schultes und erntete dafür begeisterte Jubelrufe.

Mehr noch, das erste Wochenende unmittelbar nach dem Auftakt der fünften Jahreszeit 2021 steht die Gemeinde im Oberen Wald im Zeichen der Fasnet, wie der zweite Vorsitzende Michael Niedermayer und Vorstandsmitglied Jessica Schlecht in Aussicht stellten. "Wir feiern unser zehnjähriges Bestehen mit einem großen Jubiläumswochenende", erläuterte Niedermayer die Planungen von Kinderfasnet, Hallenveranstaltung und Umzug.

Gründung vor bereits neun Jahren

Bis zur Hexennacht vergangenen Samstag hatten demnach nur wenige Personen von den Vorbereitungen gewusst, sodass die Ankündigung selbst die betroffenen Zunftmitglieder überraschte und zuweilen sogar die Sprache verschlug.

Vor neun Jahren gründete sich die Narrenzunft Neuweiler auf der Basis, die schwäbisch-alemannische Fasnet zu pflegen. Mit der Teufelsberghexe als Figur fand sich dabei der Bezug zum Ort, beruhend auf der Sage um den Teufelsberg. Der Volksmund hat demnach eine wilde Felsenpartie südwestlich von Agenbach wohl aufgrund von Spalten und Klüfte dort mit dem Teufel in Verbindung gebracht. Erklärungen mutmaßen, dass diese Formation an Traumlandschaften der Unterwelt erinnern mag. "Leibhaftig jedoch kommt der Satan vor in der Sage von der Agenbacher Teufelsmühle, hoch oben am Westabhang des Teufelsbergs oder der Teufelsebene über dem Wald Teufelsloch. Diese Mühle ist ein Fels mit mehreren Einschnitten, die der Teufel hineingesägt und an der Stirn des Bergs im Teufelshaus, einer Höhle, zersägt haben soll. Auch habe der Böse von Gott die Erlaubnis erhalten, dort jeden Tag einen Menschen vermahlen zu dürfen, wenn er das Wasser hierzu in einem Sack von der kleinen Enz hinauftragen könne; da aber der Sack das Wasser durchsickern lasse, so wurde, bis heute, nichts daraus", so die überlieferten Hintergründe. Deshalb weist die Holzmaske der Teufelsberghexen Hörneransätze auf der Stirn auf.

Das Grau des Häs entstand in Anlehnung an die Felsformation, während die rote Schürze sowie der rot-weiß gestreiften Socken eine Verbindung zu den Farben im Gemeindewappen herstellen.

Bereits während der Hexennacht erhielt die Narrenzunft Neuweiler erste Anmeldung von Gastzünften zur Teilnahme an dem Umzug.

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