Pizza aus dem Foodtruck – das gibt es jetzt am Ostbahnhof. Für das pinke Farbdesign war Fabian Pons’ Freundin verantwortlich. Foto: Helena Panizzi

Neapolitanische Pizza aus dem Foodtruck? Das gibt es jetzt am Ostbahnhof in Schwenningen. Der 21-Jährige Fabian Pons möchte mit seinem „The Forza“-Truck einen Hauch Italiens nach Schwenningen bringen und mit diesem die Gastro-Landschaft in der Region erobern.

„Forza“ soll so etwas wie „Kraft“, „Stärke“ oder „Vorwärts“ bedeuten – und „vorwärts“ will der 21-jährige Fabian Pons gehen – der junge Unternehmer ist motiviert und ambitioniert.

 

Seine Eltern seien beide Gastronomen gewesen, sein Vater gelernter Koch, doch besonders von seiner italienischen Mutter bekam er die Liebe zum Pizzabacken in die Wiege gelegt.

Diese Liebe will er nun den Schwenningern am Ostbahnhof nahebringen – sein Foodtruck „The Forza“ steht da seit Dezember, doch dieser soll in Pons’ Gastro-Laufbahn nur der Anfang sein.

Erfahrung in Gastronomie seit Kindestagen

Eigentlich ist Fabian Pons gelernter Industriekaufmann und eine Selbstständigkeit sei gar nicht geplant gewesen. Doch „irgendwas hat mir immer gefehlt“, wie Pons erzählt.

Zusätzlich zu seiner Ausbildung hangelte er sich durch Nebenjobs, bis er schlussendlich wieder als Kellner in der Gastronomie gelandet ist. Erfahrung mit der Branche hatte er schon seit Kindestagen an, seine Eltern waren Besitzer eines Restaurants mit „gut bürgerlicher Küche“, wie Pons erzählt.

Fabian Pons ist 21 und hat in seinem Leben noch viel vor. Foto: Helena Panizzi

Der eigentlich aus Offenburg stammende Fabian Pons ist erst vor zwei Jahren nach VS gezogen – der Liebe wegen. Irgendwann sei er auf die Idee eines Foodtrucks gestoßen. Das unternehmerische Risiko war ihm natürlich bewusst, „aber ich dachte: Ich bin noch jung, jetzt mache ich das einfach“, freut sich Pons.

Viel Hirnschmalz für den Foodtruck

In Dortmund habe er einen Citroën Jumper erstanden und diesen nach eigenem Wissen und Gewissen komplett umgebaut. „Dafür habe ich ungefähr sieben Monate gebraucht“, erzählt Pons. Und gebaut wurde am Truck einiges: Die weiße Farbe war nicht ideal, also ließ er den Truck Silber folieren. Im Wagen habe es viel veraltete Technik gegeben die raus musste, der Ofen wurde eingebaut und das Leuchtschild musste entworfen und so auf dem Dach angebracht werden, dass der TÜV keine Probleme macht, wie Pons erzählt.

Unterstützung erfuhr er von seiner Freundin und guten Freunden, trotzdem sei „recht viel Hirnschmalz in den Wagen geflossen“, wie Pons seufzt.

Sein Zuhause am Ostbahnhof

Auch Behördengänge haben dem 21-jährigen Unternehmer Kopfzerbrechen bereitet. „Ich musste natürlich auch schauen, wo ich mit meinem Foodtruck unterkommen kann, von überall hat es Absagen gehagelt“, berichtet der Gastronom. Doch dann gab es Licht am Ende des Tunnels in Form von Jan Uhl vom Ostbahnhof. „Er war so entspannt, er hat gleich gesagt, ich soll vorbei kommen und dann sprechen wir darüber“, freut sich Pons immer noch.

Am Ostbahnhof in Schwenningen ist „The Forza“ momentan zuhause. Foto: Marina Schölzel

Mit seiner neapolitanischen Pizza will er nun am Ostbahnhof überzeugen. Das Konzept einer neapolitanischen Pizza gebe es bei Foodtrucks laut ihm nicht oft. Die Pizza zeichne sich durch ihren besonderen Teig aus, der 48 Stunden reife. Sowie wenig Hefe für einen luftigen Rand. „Das macht die Pizza sehr bekömmlich“, erklärt Pons. Auch seine Tomatensoße sei besonders und typisch für die neapolitanische Pizza: „Hier wird einfach die San-Marzano-Tomate zerdrückt, Salz und Öl ran und das war’s“, macht Pons Appetit. Natürlich koche Pons alles selbst, wie er beteuert.

Für eine Pizza mitten in der Nacht

Momentan habe sein Foodtruck noch unregelmäßig geöffnet, meist ab 23 Uhr bis tief in die Nacht hinein, für hungrige Besucher der Expressguthalle und Studenten. Auf Instagram hält er seine Kundschaft über seine Öffnungszeiten auf dem Laufenden. Mittlerweile habe Pons auch ein kleines Team an Leuten angestellt, doch sei er noch auf der Suche nach Unterstützung, um die Öffnungszeiten auszuweiten und die Schichten besser einplanen zu können.

Hoch hinaus mit seinem Konzept

Doch damit nicht genug: Mit seinem Foodtruck-Konzept will der junge Gastronom hoch hinaus. Gerne will er mit seinem Foodtruck beim Standort flexibel bleiben, auf Wochenmärkten verkaufen, am Ried- oder Bodensee herumtouren oder etwa auch beim Campusfestival in Konstanz seine Pizza verkaufen. Dafür sei auch noch eine eigene Website im Aufbau, mit Karte, „damit jeder sieht wo ich gerade bin.“ Ein weiterer Traum von Fabian Pons sei es, einen eigenen Catering-Betrieb auf die Beine zu stellen, für Hochzeiten, Geburtstage und mehr. Dort will er dann sogar ein Drei-Gänge-Menü auftischen. Ebenfalls einen Lieferservice für seine Pizza etablieren.

„Derzeit bin ich gut ausgelastet“, lacht Pons. Ein echter Naturmensch sei er außerdem und verbringe gern viel Zeit unter freiem Himmel – wenn er nicht gerade Pizza backt, hinter dem Tresen seines Foodtrucks steht, oder große Pläne für seine gastronomische Zukunft schmiedet.