Der digitale Rundgang auf der Hohennagold umfasst neben einer Einführungstafel insgesamt 13 Stationen und soll als Ergänzung zu den klassisch angebotenen Burgführungen dienen. Foto: Fritsch

QR-Code einscannen und loslegen. Mit der neuen Audio-Tour auf der Burgruine Hohennagold können interessierte Besucher ab sofort mehr über die Geschichte vom Wahrzeichen der Stadt erfahren.

Nagold - Der digitale Rundgang umfasst neben einer Einführungstafel insgesamt 13 Stationen und soll als Ergänzung zu den klassisch angebotenen Burgführungen dienen. "Burgen, Schlösser und Ruinen sind wichtige Anziehungspunkte", erklärte Oberbürgermeister Jürgen Großmann beim Pressegespräch. Mit dem Projekt wolle man das Wahrzeichen der Stadt als touristisches Ausflugsziel nun noch stärker vermarkten. "Wir wollen den Menschen die Gelegenheit geben, sich über diesen geschichtlichen Ort zu informieren", sagt Großmann. Gerade die Innenburg sei ein besonderer Raum, manche würden sagen, "eine Kraftquelle".

Mit dem Smartphone könne nun in die Geschichte der Burg eingestiegen werden und das auf unterhaltsame und informative Weise. "Wir glauben, das ist die Zukunft, virtuelles mit realem Leben zu kombinieren." Zum anderen sei gerade eine wissenschaftliche Monografie zur Burg durch einen Historiker in Arbeit. "Wir gehen davon aus, dass wir diese noch in diesem Jahr veröffentlichen können", so der OB.

Allerlei Wissenswertes

Bergfried, Turniergarten, Graben, Schildmauer, Zugbrücke oder Hauptburg: Wer mehr über diese Stationen erfahren will, kann mit seinem Smartphone einen QR-Code einscannen, der auf der jeweiligen Hinweistafel zu finden ist. "Beeindruckende Bilder der 3D-Rekonstruktion und Hintergrundinformationen lassen die ehemalige Burg Hohennagold zu neuem Leben erwachen", ist auf der Einführungstafel zu lesen.

Mittels der QR-Codes werde auf eine Web-App zugegriffen, erklärt Kirsten Seeger, Sachgebietsleiterin Kultur. Für Besucher bedeute dies, dass sie die Informationen nicht herunterladen müssten. Über die Öffnung des Browsers erhielten sie Informationen und Bilder, beispielsweise zur Rekonstruktion und den Erhaltungszuständen der Burg.

Durch Audio und Text, beides sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar, würden die Besucher dann mit allerlei Wissenswertem zu den Themenstationen gefüttert, heißt es von Sarah Leutner, Sachgebietsleiterin Tourismus, weiter.

Mit der technischen Umsetzung der Audio-Tour wurde eine Firma aus Emmendingen in der Nähe von Freiburg beauftragt. Auf diese greife man auch bei der Entwicklung des digitalen Stadtrundgangs zurück, sagt Leutner. Als Geschichtsexpertin sei dann ebenfalls wieder Judith Bruckner beteiligt. Die Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte ist mit der Geschichte der Stadt Nagold bestens vertraut.

Dieses Digital-Projekt zur touristischen Vermarktung der Hohennagold hat nach Angaben der Stadtverwaltung rund 10 000 Euro gekostet.

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