Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Neuenbürg Treibt Feuerteufel sein Unwesen?

Von
Als die Feuerwehr eintrifft, stehen ein Opel Mokka und ein 3er BMW im Vollbrand. Foto: privat

Neuenbürg - Wieder wird Neuenbürg Tatort von Brandstiftung. Und wieder sind es Fahrzeuge, die in Flammen aufgehen. Dass dort ein wilder Feuerteufel sein Unwesen treibt, kann die Polizei nicht ausschließen. Trotzdem ermittelt sie in alle Richtungen.

Donnerstag, 16. Mai, 2.30 Uhr: Ein im Obernhäuser Weg geparkter Audi brennt komplett aus, ein zweites Fahrzeug gerät in Mitleidenschaft. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 60.000 Euro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Dienstag, 23. Juli, 19.15 Uhr: Vier Waldstücke oberhalb der Bundesstraße B 294 geraten in Brand. Nur das rasche Eingreifen der Feuerwehr kann einen verheerenden Waldbrand verhindern. Die Polizei findet noch am Tatort ein Einwegfeuerzeug und spricht von Brandstiftung.

Nur gut eine Woche später brennt es erneut nur wenige Meter vom ersten Tatort entfernt. Donnerstag, 1. August, 2.45 Uhr: Ein in der Schönblickstraße geparkter 3er BMW und ein Opel Mokka brennen komplett aus. Ein ebenfalls dort in Brand gesteckter Audi Q8 kann vom Fahrzeugbesitzer rechtzeitig gelöscht und in Sicherheit gebracht werden. Dieser ist es auch, der die Einsatzkräfte alarmiert.

Da die Flammen beim Eintreffen der Feuerwehr bereits auf einen benachbarten Baum sowie Sträucher eines Gartengrundstücks übergegriffen haben, hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun, um das dahinterliegende Mehrfamilienhaus vor dem Feuer zu schützen. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 50.000 Euro. Die Polizei findet am Tatort Reste von Brandkörpern und ist sich deshalb auch hier sicher: ­Brandstiftung.

Außerdem konnte am Tatort eine verdächtige Person beobachtet werden, die sich beim Eintreffen der Polizei Richtung Enz entfernte. Die Person wird als männlich, etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß und mit sportlicher Statur beschrieben. Bekleidet war sie mit einem dunklen Kapuzenpullover mit hellem Aufdruck, einer dunklen, langen Hose sowie dunklen Schuhen. Der Verdächtige trug außerdem einen dunklen Rucksack bei sich. Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung nach dieser sowie eventuellen weiteren Verdächtigen, bei der auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, verlief jedoch ohne Erfolg.

Damit haben Unbekannte nun das dritte Mal innerhalb von elf Wochen Brände in Neuenbürg gelegt. Noch tappt die Polizei bei der Aufklärung im Dunkeln. Laut Polizeisprecher Florian Herr würden aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe zu den anderen Bränden "natürlich Zusammenhänge geprüft", Erkenntnisse gebe es jedoch noch keine. Das zuständige Landeskriminalamt ermittle "in alle Richtungen" und auf Hochtouren.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Der Anwohner, der das Feuer in der Nacht auf den 1. August bemerkt hatte und seinen­­ ­­Audi Q8 rechtzeitig löschen konnte, berichtet, dass zwischen den drei in Brand gesteckten Autos auch noch ein Firmentransporter seiner Kabelverlegungsfirma gestanden habe. Dieser sei von den Brandanschlägen verschont geblieben. Sein Audi habe von außen kaum sichtbare Schäden davon getragen - lediglich einen verkohlten Scheibenwischer. "Als ich ihn am Morgen in die Werkstatt gefahren habe, sind aber sämtliche Warnleuchten angegangen."

Wie genau die Fahrzeuge in Brand gesteckt wurden, darüber gibt die Polizei nichts bekannt. "Das ist Täterwissen", erklärt Herr. Nun bittet die Kriminalpolizei um Hinweise von Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben an die Telefonnummer 0721/66 60.

Fotostrecke
Artikel bewerten
2
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.