Darauf hat man in VS schon lange gewartet: In Villingen öffnet Anfang Mai die erste Paintball-Halle. Auf 1200 Quadratmeter können hier Teams gegeneinander antreten. Statt der Farbkugeln wird aber eine saubere Alternative eingesetzt.
Das Freizeitangebot in der Doppelstadt wird noch vielfältiger. Im Villinger Süden wird derzeit eine Halle hergerichtet, in der zukünftig der Mannschaftssport Paintball gespielt werden kann. Die Vorbereitungen laufen, nun gibt es einen ersten exklusiven Einblick.
Der Betreiber Die Brüder Julijan und Kristijan Medjesi zeichnen sich mit ihrem Unternehmen Protonion für die erste Paintball-Halle in der Region verantwortlich. Ihren Anfang haben sie 2018 mit ihrer ersten Halle in Mössingen (Landkreis Tübingen) gemacht. Der gebürtige Hechinger Julijan Medjesi erklärt, dass die Idee nach dem Besuch einer Anlage in Bayern entstanden sei. Der 52-Jährige ist eigentlich Textilmechaniker und war unter anderem an der Lackentwicklung von Nespresso-Kapseln beteiligt, bevor er vor sechs Jahren den Branchenwechsel vollzog.
Mittlerweile habe man in Mössingen bis zu 5000 Besucher pro Jahr – und schon von Anfang an sei Villingen-Schwenningen hinsichtlich einer möglichen Expansion im Fokus gestanden. Medjesi: „Hier in der Region gibt es nichts und es befinden sich größere Städte wie Tuttlingen und Rottweil im Einzugsgebiet.“ Angesichts der Tatsache, dass auch Kunden aus dem Bodenseekreis und der Schweiz den Weg nach Mössingen gefunden hätte, sei man den Kunden örtlich entgegen gekommen. In VS erwarten die Betreiber jährlich rund 7000 Besucher.
Die Halle Im Unteren Dammweg in Villingen hat das Unternehmen eine 1200 Quadratmeter große Halle für zunächst fünf Jahre gepachtet, die seit seit Jahren leer stand. Hier kam in den Anfangsjahren das Fitnessstudio Easy Fit unter. Zwei gleichgroße Felder stehen den Spieler zukünftig zur Verfügung. In der Halle habe man baulich kaum etwas verändern müssen, erklärt Medjesi. Dennoch habe man für den neuen Standort einen sechsstelligen Betrag investieren müssen.
Ein wichtiger Punkt hierbei: Die Spielfelder werden von Netzen umgeben. Damit soll verhindert werden, dass sich die unterschiedlichen Mannschaften in die Quere kommen, aber auch Außenstehende werden so geschützt. Die Halle ist mit einem alten Kunstrasen ausgelegt worden – das soll Verletzungen vorbeugen, aber auch die Lautstärke reduzieren.
Vor Ort befinden sich Umkleideräume, eine Gastronomie planen die Brüder nicht. „Wir konzentrieren uns auf Paintball, wenn man danach ein Bier zusammen trinken will, sollen die Gastronomen in der Stadt profitieren“, erklärt Medjesi.
Das Spiel Eine Maske, eine Druckluftwaffe als Markierer und natürlich die Kugeln – mehr braucht es für Paintball nicht. Auf den Spielfeldern, pro Feld finden maximal 14 Mitspieler Platz, versuchen sich die Teams gegenseitig mit den Kugeln zu treffen, beim klassischen Paintball markiert man seine Treffer dank der Farbkugeln. In Villingen wird jedoch eine saubere und umweltfreundlichere Variante genutzt – so genannte Reballs. Dabei handelt es sich um Gummibälle.
Der 52-Jährige benennt die Vorteile der neuen Variante: „Die Spieler gehen sauber wieder raus und können hier mit normal Sportklamotten hinkommen – man braucht also keine Ausrüstung und kann spontan spielen.“ Im Gegensatz zu den Farbkugeln stehen während der gesamten Spielzeit „unendlich Kugeln“ zu Verfügung. Rund 100 000 davon wolle er zukünftig zur Verfügung haben. Deshalb könne das Spiel auch günstiger angeboten werden. „Ein Nachteil ist, dass man nicht sieht, wenn es einen Treffer gab – das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch“, ist sich der Betreiber sicher.
Und der Ablauf? Nach einer Einweisung kann das Spiel beginnen, die Spielzeit beträgt entweder eine (59 Euro pro Person) oder zwei Stunden (79 Euro pro Person). Beliebt sei Paintball insbesondere für Firmenevents aber auch Junggesellenabschiede, „dafür gibt es dann auch ein Bunny-Kostüm“, sagt Medjesi lachend.
Die Planungen Die Vorbereitungen für den Startschuss laufen auf Hochtouren. In der Halle sind fast alle Vorbereitungen abgeschlossen. Aber bei den künstlichen, mit Luft gefüllten, Hindernissen gibt es Lieferschwierigkeiten. Anfang Mai soll die Paintball-Halle eröffnet werden.