Die Brücke über die Eyach in der Mühlstraße in Balingen-Frommern muss ausgetauscht werden. Der technische Ausschuss befasste sich nun mit der neuen Brücke.
Tiefbauamtsleiter Markus Streich bezeichnete die Brücke in der Mühlstraße über die Eyach in Frommern als „Brücke unbekannten Alters“. Es muss sich um ein ziemlich hohes Alter handeln, da man es dem Bauwerk deutlich ansieht.
Hohe Bauzäune stehen beidseitig vor den völlig verrosteten und verbogenen Geländern. Der Beton ist brüchig, die Natur, so scheint es, holt sich den Ort langsam aber sicher wieder zurück.
Aluminium-Fertigteil-Brücke soll kommen
Im technischen Ausschuss diskutierten die Gremiumsmitglieder deshalb über einen Ersatzneubau der Brücke, den Amtsleiter Streich genauer vorstellte.
Die Brücke soll als Aluminium-Fertigteil-Brücke hergestellt und am Stück geliefert werden. Dadurch kann eine sehr hohe Fertigungsqualität erreicht werden. Der Fahrbahnbelag soll aus sehr rutschfestem, beschichtetem Alublech hergestellt werden.
„Der Vorteil einer Fertigteilbrücke ist eben Ermöglichung eines schnellen Einbaus“, erklärte Streich dem Gremium, das im Großen und Ganzen angetan schien von der vorgestellten Lösung. „Die Konstruktion überzeugt mich“, sagte etwa Klaus Hahn (CDU).
Ulrich Teufel: Können Rettungsfahrzeuge die Brücke befahren?
„Die Brücke stellt insbesondere für den Rad- und Fußverkehr eine oft genutzte Verbindung innerhalb Frommerns dar, insbesondere für die Verbindung zwischen dem Altort Frommern und dem südlich der Eyach gelegenen Gebiet Buhren mit Einkaufszentrum, Schulzentrum und Bahnhof“, heißt es seitens der Stadtverwaltung.
Ulrich Teufel (SPD) erkundigte sich, ob im Notfall aber Einsatzfahrzeuge wie Krankenwagen die Brücke befahren könnten. Diese Frage konnte Streich bejahen.
660 000 Euro Kosten fallen an
Der Ersatzneubau ist erforderlich, da Bauwerksgutachten schon seit vielen Jahren Schäden aufzeigen, die aufgrund der Schadenstiefe und des Schadensumfangs nicht mehr zu sanieren sind. So sind beispielsweise die Tragkonstruktion sowie die Abdeckung darauf stark unter anderem durch den Einsatz von Streusalz korrodiert.
Rund 660 000 Euro wird die gesamte Maßnahme kosten, wobei Fördergelder in Höhe von 140 000 Euro noch in Aussicht stehen. Der Ausschuss stimmte für die Maßnahme, der Gemeinderat hat das letzte Wort.