Advent: Lebendige Krippe und Kutschfahrten / Neubulacher Vereine engagiert / Musikalisches Programm in Kirche

Der Schnee war zwar am Samstag zum Großteil schon geschmolzen, aber das konnte die Weihnachtsfreude der Neubulacher nicht bremsen. Viele von ihnen kamen zur mittlerweile dritten Städtlesweihnacht. Und dort erwartete sie am Wochenende ein vielfältiges Angebot.

Neubulach. An knapp 50 Ständen konnten sich die Besucher mit allerlei weihnachtlichen Utensilien eindecken. Es gab Schmuck, Obstbrände, Weihnachtsdekoration oder Schaffelle. Auch die Auswahl an Speisen und Getränken war groß. Auf den obligatorischen Glühwein musste kein Gast verzichten.

"Seit drei Monaten laufen die Vorbereitungen", erzählte Sabine Bittmann von der Stadt. Zusammen mit Hauptamtsleiterin Susan Mäder habe sie den Markt geplant. Seit Donnerstag lief der Aufbau der Hütten für die einzelnen Stände. Sie danke besonders dem Bauhof für die Unterstützung hierbei.

Auch Auswärtige Aussteller dabei

Bittmann sei froh, dass auch in diesem Jahr viele Vereine mit von der Partie seien. Das zeige, wie viel engagierte Leute es in der Stadt gebe. Und so präsentierten sich auf dem Markt Schulen, Kindergärten, die Neubulacher Faustballer und Fußballer, die Oberhaugstetter Turner, die Kirchen, die DRK-Ortsgruppe, der Schwarzwaldverein, der Musikverein und die Kirchen. Aber auch auswärtige Aussteller waren gekommen. "Für die Vereine ist das auch eine gute Möglichkeit, ihre Vereinskassen aufzubessern", so Bittmann.

Dafür braucht man natürlich gute und weihnachtliche Ideen. Die Gemeinschaftsschüler hatten viele Einmachgläser in ihrem Stand stehen. Darin befanden sich Backmischungen, Knuspermüslis, Chutneys und Kompott. "Das haben die Schüler alles selbst gemacht", berichtete Lehrerin Verena Theimel. Die Einnahmen landen in der Klassenkasse und sollen helfen, Ausflüge zu finanzieren.

Die Jugendfeuerwehr hatte deftige Klassiker wie Burger oder Pommes frites im Angebot. Außerdem gab es dort einen sogenannten "Löschmeister". Dahinter verbirgt sich ein Glühwein mit Amaretto und Sahne. "Alle 21 Jugendfeuerwehrleute helfen hier das ganze Wochenende mit" so Jugendleiter David Meissner. Er danke auch Eltern und der Einsatzabteilung für die Unterstützung. Mit dem Geld will die Jugendfeuerwehr ins Galaxy-Bad nach Titisee-Neustadt fahren.

Beim Musikverein gab es Schupfnudeln und Glühbier. Glühbier ist Bockbier, mit Sauerkirschsaft und Gewürzen auf eine warme Temperatur gebracht. Mit den Einnahmen finanziert der Verein Notensätze und Instrumente.

Ziege will unbedingt die Decke haben

Bei der AH des SC Neubulach war gute Stimmung. Vielleicht lag das am Glühwein mit Dominostein oder dem Gyros-Burger, welche sie anboten. Vielleicht lag es aber auch an den drei Eseln, welche das Gehege neben dem Stand bevölkerten. Laut Vorsitzendem Markus Steiner fließen die Einnahmen zu gleichen Teilen an die AH und die Jugend im Verein.

Neben den Eseln des SC Neubulach gab es weitere tierische Gäste auf dem Weihnachtsmarkt. In einer lebendigen Krippe standen Ziegen und Schafe um Holzfiguren von Maria, Josef und dem Christkind. Wobei eine Ziege im Verlauf ein gesteigertes Interesse für die Decke des Christkindes entwickelte.

Tierliebhaber konnten sich außerdem auf einer Kutsche von zwei Pferden durch das Städtle ziehen lassen. Ein Angebot, dass viele Gäste annahmen. Für die Kinder kam der Nikolaus auf den Markt mit einem Sack voller Geschenke. Außerdem trat Clown Paul in der Bergvogtei auf.

In der evangelischen Kirche gab es an beiden Tagen ein abwechslungsreiches musikalisches Programm. Ob Schüler, Jugendkapelle, Kindergartenkinder, verschiedene Chöre, Orgelmusik, instrumentale Gruppen oder ein Gottesdienst – alle brachten die Gäste in besinnliche Stimmung.

Außerhalb der Kirche gaben am Samstag die Kindergartenkinder aus Oberhaugstett eine gesangliche Kostprobe an ihrem Stand. Prompt bildete sich eine Traube von Schaulustigen um die Kinder.

Sabine Bittmann war zufrieden mit dem Markt. Mit dem Wetter habe man Glück gehabt. Die Stände seien alle schön dekoriert gewesen und mit den Neubulacher Glühweintassen habe man den Müll reduzieren können.

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