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Neubulach Fünft- und Sechstklässler programmieren Gießampel

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Die Gießampel funktioniert ab sofort. Foto: Schule Foto: Schwarzwälder Bote

Neubulach. In den vergangenen Wochen war es immer wieder recht heiß. Aufgrund der hohen Temperaturen mussten nicht nur wir Menschen vermehrt Flüssigkeit zu uns nehmen, auch die Pflanzen hatten einen erhöhten Wasserbedarf. An der Gemeinschaftsschule (GMS) Neubulach zeigte sich dabei in vielen Klassenzimmern, dass diese Herausforderung für die "Gießdienste" in den Klassen nicht immer leicht zu bewältigen war.

Aufgabe passt zum warmen Wetter

Umso passender war die aktuelle Programmieraufgabe, die Maximilian Ferstl von der Firma synyx aus Karlsruhe und Lehrerin Antje Braun für ihren Wahlkurs "Programmieren" an der Gemeinschaftsschule Neubulach mitbrachten: Die Programmierung einer digitalen Gießampel. Denn der Anwendungsbezug steht im Wahlkurs ganz oben auf der Prioritätenliste. "Technik und digitale Medien sind für uns kein Selbstzweck. Letztlich geht es immer darum, sie in konkreten Projekten anwenden zu können. Dies wird im Wahlkurs ›Programmieren‹ besonders deutlich", erklärt Schulleiter Dominik Bernhart.

Der Wahlkurs wird vom Karlsruher Softwareunternehmen und der Gemeinschaftsschule seit diesem Schuljahr gemeinsam konzipiert und umgesetzt und Ferstl verbringt dazu wöchentlich einen Nachmittag an der Schule. Nachdem die Schüler in den letzten Wochen bereits die Grundlagen der Programmierung mit einer grafischen Programmiersprache erlernt hatten, lernten sie nun den Einplatinencomputer Calliope kennen. Mit seinen Sensoren, einem kleinen 5x5 LED-Display, einer farbenwechselnden RGB-LED und vielen weiteren Teilen sieht der Calliope-Microcontroller zunächst recht technisch aus.

Feuchtigkeit der Erde bestimmen

Für die Lösung des Problems der trockenen Zimmerpflanzen, musste zunächst nach einer Möglichkeit gesucht werden, wie die Feuchtigkeit der Erde bestimmt wird. Da der Calliope keinen Feuchtigkeitssensor hat, musste über die die Stromleitfähigkeit der Erde gegangen werden. Hierbei landete man schnell im Bereich der Robotik, da die analogen Daten digital ausgegeben werden mussten: "Es ist klar, dass die Schüler beim Programmieren ihre Ideen ausprobieren sollen", sagt Braun. "Aber uns ist letztlich natürlich auch sehr wichtig, dass sie verstehen was sie machen und dazu gehört natürlich auch Hintergrundwissen. Dieses vermitteln wir in kurzen und gezielten Inputs und die Schüler arbeiten damit dann weiter. Das macht auch uns Spaß, weil es spannend ist zu sehen, welche Lösungen die Kinder letztendlich finden und die so erlernten Problemlösestrategien sind meist auch nachhaltiger."

Gewächse trocknen nicht mehr aus

Im konkreten Projekt standen die Lernenden nun vor der Herausforderung, anhand von zwei eher welken Topfpflanzen herauszufinden, welche von beiden in den letzten Tagen gegossen wurde. Und am Ende wurden die programmierten Lösungen an der Pflanze auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft. Dazu wurden Krokodilklemmen an den Pins des Calliope befestigt und deren abisoliertes Ende wurde in die Erde gesteckt. Bei richtiger Programmierung sollte der Calliope bei der gegossenen Pflanze grünes, bei der ungegossenen rotes Licht anzeigen. Und der Praxistest wurde bestanden. Die Begeisterung bei den Schülern war groß.

Und vielleicht wird es auch der Klassengießdienst bald leichter haben: "Wir können ja einen Calliope im Klassenzimmer aufstellen…", tuscheln die Jungs, "…dann meckert Frau Braun nicht mehr, wenn die Pflanzen sterben."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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