Faustball-Nationalspieler demonstrierten ihr Können auf dem Kleinspielfeld. Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder-Bote

Kleine Abteilung wächst / Mehr als 400 Teilnehmer verpflegt / Thüringer schwärmen von Linsen und Spätzle

Neubulach (amk). Donnerstag Anreise und Zeltaufbau, Freitag und Samstag volles Programm, Sonntag Abbau und Heimreise. "Die größte Herausforderung für uns war dabei die Verpflegung von mehr als 400 Kindern", sagte Joachim Predl über die Organisation des Faustball-Jugendzeltlagers.

Die traditionsreiche Veranstaltung findet alljährlich an wechselnden Orten innerhalb des Verbreitungsgebiet des Schwäbischen Turnerbundes statt und mobilisiert zu Beginn der Schulferien regelmäßig bis zu 500 Jugendliche. Predl, Chef der kleinen Neubulacher Faustballabteilung, war gegen Ende dieses Ereignisses stolz auf seine Abteilung: "Wir sind dankbar, dass wir das geschafft haben." Er verspricht sich von diesem Zeltlager einen Schub für die Zukunft, der weit über das augenblickliche Interesse hinaus geht. "In diesen Tagen konnten Jugendliche und Eltern den Faustballsport in seiner ganzen Breite und das besonders gute kameradschaftliche Verhältnis kennenlernen", hob der Abteilungsleiter hervor.

Neubulach hat inzwischen mit E- und D-Jugend, Männer I, Männer Gauliga und Frauen-Hobbyrunde wieder fünf Mannschaften im Spielbetrieb. Predl: "Wir wollen den Faustball in Neubulach weiter voran bringen." Sein besonderer Dank ging dabei an die Stadt Neubulach und den SC Neubulach: "Wir wurden von Bauhof bis zur Verwaltung und Bürgermeisterin Petra Schupp hervorragend unterstützt und hatten mit dem Gelände des SC eine hervorragende Infrastruktur zur Verfügung".

Mit dem Freibad in Bad Teinach, einem Stollenbesuch, dem sich mehr als 140 Kinder anschlossen, und dem Besuch der Minigolf-Anlage war jede Menge Abwechslung geboten. Das Ereignis schlechthin war jedoch ein Kleinfeldturnier von aktuellen Faustballgrößen mit Sebastian Buck vom TV Unterhaugstett, Markus Katz (TSV Grafenau), Max und Christian Geiger (Stuttgart-Stammheim und TV Vaihingen/Enz), Michael Ochner (TSV Dennach) und dem langjährigen Nationalspieler im Vaihinger Erstliga-Angriff, Kolja Meyer. Was die in Zweierteams eingeteilten Bundesligaspieler an Faustball auf das Kleinfeld zauberten, grenzte teilweise an Kunst.

Hervorragend moderiert von Gärtringer Abteilungschef Olaf Niemann, wurde der Freitagabend zu einem tollen Erlebnis mit einem echten Gewinner. Bei freiem Eintritt ging der Erlös der Veranstaltung an die Kinderklinik Schömberg.

Am Samstag schloss sich ein Großfeldturnier für alle an. "Eigentlich wurde immer Faustball gespielt, meist bis das Licht ausging", spielte Predl auf das Zeltlager an, das bis 23 Uhr beleuchtet war. Das war auf der Wiese der Stadt Neubulach aufgebaut. Jedes Zelt hatte eine Steckdose, damit die Kinder ihre Handys aufladen können. Sonst sind sie unglücklich. "Dann war Schluss. Das haben wir im Vorfeld mit den Anrainern so besprochen", erläuterte Predl.

Auch Gäste aus Thüringen waren in die Bergwerkstadt gekommen. Und die waren voll des Lobes, auch wegen des Essens. Auf die Linsen Spätzle mit Saitenwürstle vom Küchenteam um Ralf Scherer und Friedrich Wilhelm Schill angesprochen, folgte nur ein Zeichen: Daumen hoch.

Und noch eine Altersgruppe machte eine interessante Erfahrung. Die Faustball-Senioren der Abteilung hatten sich bereit erklärt, das Frühstück zu machen und mussten feststellen: "Unglaublich, was die Jugendlichen futtern können. In der Gruppe schmeckt es offenbar besonders gut."

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