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Neubulach Eine Gedankenstütze für 30 000 Euro

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Das ehemalige Schul- und Rathaus in Altbulach war bei der Haushaltsberatung in Neubulach ein Thema. Archiv-Foto: Oehler Foto: Schwarzwälder Bote

Das alte Schulhaus in Neubulachs Stadtteil Altbulach ist marode. Damit dies nicht in Vergessenheit gerät, wehrte sich der Gemeinderat jetzt vehement dagegen, diesen Posten aus dem Haushaltsplan 2020 zu streichen – schlussendlich mit Erfolg.

Neubulach. Die Stadt Neubulach gab jetzt im Teinachtal den Startschuss ins neue Jahrzehnt – zumindest auf der Ebene der Gemeinderatssitzungen. Und in der stand direkt der Beschluss des Haushaltplans auf der Tagesordnung. Eines vorweg: Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan schlussendlich einstimmig zu. Doch auf dem Weg dahin musste Kämmerer Manfred Maurer das Kunststück vollbringen, den Plan während der laufenden Sitzung noch schnell zu ändern.

Anfangs deutlich mehr Geld eingeplant

Stein des Anstoßes war ein Posten, der im Rahmen der Klausursitzung im Dezember zunächst aus dem Haushaltsplan geflogen war – irrtümlicherweise, wie sich während der Diskussion herausstellte: das alte Schulhaus in Neubulach-Altbulach. Dafür waren im ersten Entwurf 195 000 Euro eingeplant für Fassade, Heizung und Elektro-Arbeiten.

Man kam aber bei der Sitzung zu der Überzeugung, dass diese Mittel, zumindest in der Größenordnung, nicht nötig seien. Die Verwaltung spekuliert sowieso darauf, dass möglicherweise ein Investor sich des maroden Gebäudes annimmt. Egal wie, die Gemeinderäte waren nicht damit einverstanden, dass der Posten komplett eliminiert wurde.

"Wo kommt diese Änderung her", wollte Gemeinderat Andreas Volz ungläubig wissen. Bürgermeisterin Petra Schupp verdeutlichte auch in Bezug auf die Summe: "Wir können das so nicht machen. Wenn wir da eine Million Euro in einen Altbau reinstecken, haben wir am Ende immer noch einen Altbau."

"Wir haben jetzt fünf Jahre gebraucht"

Doch Volz ließ nicht locker: "Wir haben fünf Jahre gebraucht, bis es im Haushalt ist und jetzt wird es wieder gestrichen – aus den Augen, aus dem Sinn." Überhaupt könne man das ortsbildprägende Gebäude nicht mal eben durch einen Neubau ersetzen. "Da passt kein Bau à la quadratisch, praktisch gut hin", so Volz. Auch Gemeinderat Lars Dannenmann pflichtete bei und sprach sich dafür aus, wenigstens eine symbolische Summe im Haushaltsplan zu lassen, um es nicht zu vergessen. "Vielleicht kann man das ja mal brauchen für diverse Planungen", überlegte er laut.

Rat Alois Jerges sprang daraufhin wieder der Verwaltung zur Seite und gab seine Sicht der Dinge bekannt: "Wir müssen uns Gedanken über eine vernünftige Lösung machen und die dann groß planen. Deshalb kann man das jetzt doch streichen, bis es soweit ist", forderte er. Schupp ergänzte, dass sich ja das Gesamtkonzept des Baus ändere, man wolle nämlich eine Begegnungsstätte vor Ort für die Bürger haben. Doch aus der Mitte des Gemeinderates kam klar der Wunsch auf, doch noch eine Summe X im Haushalt zu verankern – als eine Art Gedankenstütze. Schupp hatte schon Sorge und erklärte: "Ich wollte jetzt aber ungern wegen der Planungsrate den Haushalt nicht beschließen."

Tagesordnungspunkt wird ans Ende gestellt

Schupp vertagte den Tagesordnungspunkt ans Ende der Sitzung und bat Kämmerer Maurer sich des Problems doch gleich anzunehmen. Der Herr der Zahlen in Neubulach blickte darauhfin in die Runde der Gemeinderäte und meinte: "Wenn ich jetzt anfange, gibt es sonst noch Änderungswünsche?" Das war allerdings nicht der Fall und so verzog sich der Kämmerer mit seinem Rechenschieber in die Tiefen des Rathauses, um den Haushaltsplan nochmals umzumodeln. Nach einer Weile tauchte der Kämmerer wieder auf und präsentierte das neue Zahlenwerk. 30 000 Euro sind nun für das alte Schul- und Rathaus in Altbulach eingeplant. Schlussendlich stimmte der Gemeinderat dieser Lösung und auch dem gesamten Haushaltsplan für 2020 einstimmig zu.

Was die 30 000 Euro Planungsgeld für das alte Schul- und Rathaus in Altbulach betreffen, hofft man, dass selbiges nicht gebraucht und stattdessen ein Investor gefunden wird.

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