OB Julian Osswald und Regierungspräsidentin Sylvia Felder freuten sich sichtlich über die zutraulichen Konikpferde. Foto: Baum

Um die Grindenlandschaft im Naturschutzgebiet Kniebis-Alexanderschanze zu erhalten, wird das Gebiet von Konikpferden beweidet. Ohne die Tiere würde aus der heideartigen Landschaft schnell wieder ein Wald. Nun wird die Weidefläche erweitert.

Gemeinsam wollen sich das Regierungspräsidium, die Stadt Freudenstadt sowie weitere Akteure für die Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Kniebis-Alexanderschanze einsetzen. Mit Konikpferden soll ein Teil des Naturschutzgebietes beweidet werden – hierfür wurde nun ein gemeinsamer Vertrag unterzeichnet.

 

So wird die bereits bestehende Konik-Weide im Naturschutzgebiet Kniebis-Alexanderschanze mit einer Waldweide erweitert. Künftig finden daher mehr Konikpferde auf der derart erweiterten Weide Platz.

Den dafür notwendigen Vertrag unterzeichneten die Regierungspräsidentin Sylvia Felder, Oberbürgermeister Julian Osswald, Wolfgang Schlund als Leiter des Nationalparks Schwarzwald sowie Gabriele Wicht-Lückge von der Forstdirektion im Regierungspräsidium Freiburg. Zudem unterzeichnen den Vertrag der Zoo Karlsruhe sowie das Landratsamt.

Zoo übernimmt Betreuung

Der Karlsruher Zoo stellt und betreut die Tiere, das Regierungspräsidium, der Landkreis und die Stadt Freudenstadt sowie der Nationalpark Schwarzwald verpflichten sich, gemeinsam mit dem Zoo Karlsruhe, die Beweidung mit den Konikpferden dauerhaft einzurichten, zu finanzieren und zu betreuen.

Ziel der Vereinbarung ist es, durch die Beweidung mit den Konikpferden ein Mosaik aus besonnten, trockenen Heideflächen, feuchten Nasswiesen, Gebüschen und Einzelbäumen bis hin zu halboffenen Waldflächen zu entwickeln. Damit entstehen Lebensräume für die Kreuzotter, den Baumpieper und das Auerhuhn, um nur einige Tierarten zu nennen.

Noch vor Ort an der Alexanderschanze wurde der Vertrag gemeinsam unterzeichnet. Foto: Baum

„Ein vielfältiges Landschaftsmosaik erhält und fördert unsere heimische Artenvielfalt im Nordschwarzwald“, betonte Wolfgang Schlund als Leiter des Nationalparks Schwarzwald. Oberbürgermeister Osswald freute sich darüber, dass die Maßnahme viele Ökopunkte bringt. Es sei ein „sehr schöner Vertrag“ und eine gute naturschutzfachliche Maßnahme.

Regierungspräsidentin Felder führte aus, dass es ein sehr „arbeitsintensives Projekt“ sei, bei dem intensiv miteinander gearbeitet wurde. Man müsse das Naturschutzgebiet Alexanderschanze weiter im Fokus halten – der Blick auf die Tiere sei hier sehr wichtig. Ziel sei die Erhaltung der Grindenlandschaft. „Naturschutzgebiete sind dafür da, dass man der Natur besonderen Raum gibt.“ Man wolle die Natur erhalten, die von Natur aus da ist.

Besondere Pferdeart

Die Konikpferde seien eine ganz besondere Pferdeart und sie seien Nachfolger von Wildpferden. Daher seien sie robust und widerstandsfähig. Zudem seien die Konikpferde auch sehr menschenfreundlich.

Daniel Raddatz vom Regierungspräsidium stellte den Anwesenden das Pflegekonzept zum Naturschutzgebiet Kniebis-Alexanderschanze vor – es sei ein Novum, die Tiere auch im Winter auf der Weide zu halten. „Wir trauen es aber den robusten Pferden zu.“ Gabriele Wicht-Lückge hielt ebenfalls einen Fachvortrag und führte aus, wie der Rechtsrahmen für das Projekt auszusehen hat.