Bei der 100. Jahresversammlung der Narrenzunft Wellendingen gaben Zunftmeister Robert Baier und seine Narrenräte Auskunft über das abgelaufene Jahr. Doch die Besucher im knallvollen „Adler“ interessierte viel stärker, wie weit die Vorbereitungen für das große Narrentreffen Ende Januar gediehen sind.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war laut Robert Baier eindeutig von den Planungen für das Narrentreffen geprägt. Narrentreffen in Tettnang und Sigmaringen sowie ein Nachtumzug in Deilingen waren auf dem Programm gestanden. Endlich hatte nach Corona eine normale Fasnet im Ort stattfinden können, die viele sehr genossen hätten.
Zudem hatte die Narrenzunft mit der Bewirtung der Mitgliederversammlung der Volksbank, dem Kinderferienprogramm und vielen weiteren Terminen während des Jahres viel Aufwand, die sich wie auf einer Perlenschnur aufreihten.
In zahlreichen Sitzungen des Narrenrats und zwei zusätzlichen Klausurtagungen seien bezüglich des Narrentreffens viele anstehende Themen abgearbeitet worden. Heute befinde sich die Narrenzunft auf der Zielgeraden für das Narrentreffen, sagte er.
Schultes hilft, wo er kann
Man habe nicht bedacht, wie viele Behörden und Institutionen in die Durchführung und Organisation eingebunden werden müssten und habe dies eindeutig unterschätzt. Hier sei der gute Draht zu Bürgermeister Thomas Albrecht eine sehr große Hilfe, mit deren Hilfe schon viele Probleme hatten gelöst werden können.
Hierfür bedankte sich Baier ausdrücklich. „Der Schultes ist die Ortspolizei und hilft uns, wo er kann. Da ist auch mal eine Fünf eine gerade Zahl“, lobte er. Das stellte Thomas Albrecht in der Versammlung unter Beweis und ersteigerte spontan die allerletzte Narrenfahne für den Spitzenpreis von 250 Euro, die von Guido Hermann angeboten wurde.
Kosten zu 1999 vervierfacht
Robert Baier sprach „die schwindelerregenden Kosten“ an. Was beim Narrentreffen vor 25 Jahren Geld gekostet habe, habe sich mittlerweile nicht nur verdoppelt, sondern zum heutigen Zeitpunkt bezüglich der Kosten vervierfacht. So sei der heute sehr gute von Kassier Jochen Küfner ausgewiesene Kassenbestand zwar eine gute Ausgangsbasis, aber man dürfe diese enormen Kosten nicht unterschätzen, die noch auf die Narrenzunft zukommen.
Mittlerweile sind alle Ortseingänge mit großen Hinweisbannern auf das Narrentreffen der Landschaft Neckar-Alb vom 26. bis 28. Januar geschmückt. Unlängst wurden an großen Teilen der Umzugsstrecke fast 2800 Metern Narrenbändel über den Straßen aufgehangen. Am Tag der Jahresversammlung wurden die Bodenanker für das Festzelt gesetzt.
Gewaltige Unterstützung
Es wurde eine sehr lesenswerte Festschrift erstellt, die Flyer für das Treffen hatten ein zweites Mal gedruckt werden müssen, und auch die „Eintritts-Krawatten“ für die Zuschauer an der Umzugsstrecke seien fertig. „Die Vorbereitungen für das Treffen haben uns an die Grenzen der Machbarkeit gebracht“, sagte Zunftmeister Robert Baier in der Versammlung. „Aber die Unterstützung der Vereine, der Gruppen in der Gemeinde und der Firmen mit dem Firmensponsoring sind überwältigend.“
400 Helfer, 15 Besen
An die 400 Helfer hätten sich bereits gemeldet, für weitere Freiwillige gebe es darüber hinaus, immer noch Arbeit zu verteilen. Die Narrenzunft erwartet an jedem der Tage des Narrentreffens dreimal so viele Gäste wie die Gesamtgemeinde Einwohner hat. Deswegen wurde das Catering für die Besucher ausgelagert, und man werde im Festzelt mit einem bargeldlosen System und ohne Bedienungen arbeiten.
15 Besenwirtschaften plus vier weitere Verkaufsstände im Bereich der Aufstellung für den großen Umzug sind aus heutiger Sicht geplant.
„Hut ab“
Bürgermeister Thomas Albrecht zollte der Arbeit der Narrenzunft höchstes Lob: „Dieses Narrentreffen heißt noch viel Arbeit, aber viel Arbeit liegt auch schon hinter Ihnen. Hut ab, was Sie als Narrenzunft hier leisten. Die Zusammenarbeit macht richtig Spaß, und ich freue mich auf ein tolles Narrentreffen, das ein Aushängeschild für die Gemeinde ist.“
„Einfach Bombe“
Ganz ähnlich hatte sich Miryem Heller von der VSAN bei der Verleihung der Ehrungen ausgedrückt: „Die Organisation ist einfach Bombe! Meine Erwartung: es wird mindestens sensationell!“ Und Carolin Sauter hatte im Namen des Musikvereins Wellendingen jedmögliche Unterstützung für die Narrenzunft zugesagt und betont, dass sich die Mitglieder auf ein tolles Narrentreffen freuen. Die tollen Tage können kommen.