„Vorhang auf!“ prägt die kleine Nagolder Theaterwelt mit zwei Produktionen im Jahr. Nun stehen einige personelle Veränderungen an.
Weil seit der letzten Mitgliederversammlung von „Vorhang auf!“, einer Abteilung des Fördervereins Alte Seminarturnhalle, schon gut zwei Jahre vergangen sind und sich seither einige personelle Veränderungen ergeben haben, standen vor kurzem auch Wahlen an.
Zunächst gab Kurt Wolz, erster Vorsitzender, einen Überblick über die Entwicklungen der vergangenen Jahre. 2022 konnte man nach dem Einbruch durch die Pandemie mit der Tragikomödie „Die Niere“ fast wieder eine normale Spielsituation verbuchen. 2023 hatte man bei „Wie wär’s denn, Mrs Markham“ in acht Vorstellungen rund 1100 Besucher, im Herbst 2023 mit „Noch einen Augenblick“ in sechs Aufführungen fast 600, und im Januar 2024 lockte „Und dann gab’s keines mehr“ beachtliche 1320 Zuschauer an.
Kassier Chris Berger stellte einen internen Kassenbericht vor, wobei die Posten vom diesjährigen Januarstück noch nicht alle erfasst und mit der Kasse des Gesamtvereins abgeglichen sind.
Abschiede
Bevor man zu den Wahlen schritt, erinnerte Kurt Wolz an den Abschied von dem seit 19 Jahren erfolgreichen Theaterduo Sandra und Thorsten Müller, die sich von der aktiven Bühnenarbeit und aus dem Verein zurück gezogen haben.
Auch Alexandra Berger, die man über die Jahre mehrfach als Schauspielerin erleben durfte, und ihr Mann Chris Berger, bisher Kassier, treten aus familiären Gründen zurück. Für die Schriftführung und die Öffentlichkeitsarbeit, die Alexandra Berger erledigte, muss eine Nachfolge gefunden werden, doch Chris Berger versicherte, dass er, sollte es brennen, durchaus noch für die Hilfe beim Bühnenbau ansprechbar sei.
Noch ein Abschied stand mit dem Ausscheiden von Joachim Krüger an, im Zivilberuf Englisch- und Französischlehrer am Christophorus-Gymnasium Altensteig, der nach seiner Pensionierung im Sommer den Lebensmittelpunkt in ein anderes Bundesland verlegen wird. Gerne erinnerte sich Simone Essig, stellvertretende Vorsitzende, im Rückblick an ihren „Göttergatten“ aus „Die Niere“ und meinte schmunzelnd, diese Rolle habe nur durch „Gott“ in der zweiten Version der „Faust“-Parodie getoppt werden können (2019). Joachim Krüger selbst bedankte sich für neun Jahre Mitwirken in der „großen Theaterfamilie“ und einige tragenden Rollen diverser Produktionen.
Spielausschuss
Auch im Spielausschuss ergaben sich einige Neuerungen, wobei Kurt Wolz erläuterte, dass auch Nicht-Mitglieder wählbar sind. Der Spielausschuss hat die Aufgabe, mit offenen Augen und Ohren andere Theaterproduktionen zu verfolgen, Vorschläge für Stücke einzubringen und bei der Auswahl zu beraten. Das letzte Wort hat dann der Spielleiter. Für die Produktion des jeweilig kommenden Januarstücks findet sich der Spielausschuss meist schon im Frühjahr zusammen. Mit einem informellen Teil, in dem die Videoaufzeichnung der jüngsten Produktion „Und dann gab’s keines mehr“ gezeigt wurde, klang die MV aus.
Wahlen
Nachdem der alte Vorstand einstimmig entlastet worden war, leitete Jochen Kawerau, zweiter Vorsitzender des Semihallen-Vereins, die Wahlen.
1. Vorsitzender: Kurt Wolz bestätigt
Stellvertreterin: Simone Essig
2. Stellvertreter: Amt ist durch Ausscheiden von Sandra Müller derzeit vakant
Spielleiter: Silvester Keller
Technischer Leiter: Andreas Lemke
Kassier: Detlev Klußmann
Schriftführerin: Carolin Stang
Kassenprüfer: Edith und Volker Seeger
Spielausschuss: Lisa Gerstenmeyer, Sven Gebhard, Moritz Keller und Raphael Mohrlok