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Nagold Zahnarztpraxis nach Kellerbrand geschlossen

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Robert Rupp kann in seinen Praxisräumen derzeit nicht mehr arbeiten. Foto: Reimer

Nagold - Kein Brandschaden, kein Wasserschaden. Klingt nach Glück im Unglück. Trotzdem muss die Praxis von Zahnarzt Robert Rupp komplett erneuert werden, nachdem im Keller darunter ein Feuer ausgebrochen war. Um 22.24 Uhr wurde das Feuer im Keller des ehemaligen Krankenhauses in der Wörthstraße gemeldet. Die Feuerwehr rückte mit 41 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen aus und konnte den Brand innerhalb einer halben Stunde löschen. Verletzt wurde niemand.

"Es sah aus wie in einem Ofen. Alles war rabenschwarz"

Robert Rupps Zahnarztpraxis liegt direkt über dem Brandherd. Am Tag darauf, dem 19. September, betritt er mit seiner Schwester Angela Vogelmann die Räume. "Es sah aus wie in einem Ofen. Alles war rabenschwarz", erinnert sich Vogelmann. Sämtliche Räume waren mit einer dicken Rußschicht bedeckt.

Nachdem der Brand gelöscht wurde, setzte die Feuerwehr Überdrucklüfter ein, um den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen. Als unerwünschter Nebeneffekt gelangte dabei Ruß durch die Versorgungsleitungen in die Praxis.

Zwei Faktoren verschlimmerten das Problem. Eine Zahnarztpraxis benötigt vergleichsweise viele Versorgungsleitungen. Diese führen die Stromleitungen zu den Gerätschaften, wie beispielsweise den Behandlungsstühlen. Des weiteren handelte es sich um einen Schwelbrand, bei dem besonders viel Ruß entsteht, wie Rupp von der Feuerwehr erfahren hat. Rupp macht den Einsatzkräften keinen Vorwurf: "Die müssen ja ihre Arbeit machen. Unsere Praxis ist da ein kleiner Kollateralschaden."

Ein Kollateralschaden mit schwerwiegenden Folgen für ihn. Der Ruß gelangte in die Gerätschaften und kann dort für weitere Schäden sorgen, wenn diese genutzt werden. Alle elektronischen Geräte müssen daher ausgetauscht werden. In den hohlen Trockenbauwänden befindet sich ebenfalls Ruß. Die Praxis müsse daher komplett erneuert werden, sagt Vogelmann.

Praxis vorübergehend geschlossen

Zunächst hörte sich alles nicht so schlimm an, wie Rupp erzählt. Kein Brandschaden, kein Wasserschaden. Schnell wurde allerdings klar, dass die Wiedereröffnung einiges an Arbeit erfordert. "Als ich die Praxis zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich , dass es doch nicht so leicht wird", sagt er. Es sollte noch schlimmer kommen. "Wir dachten zunächst, dass wir nur gründlich putzen und alles streichen müssten. Dann wurde uns vom Gutachter der Zahn gezogen", erklärt Vogelmann.

Von da an war klar, dass die Praxis vorübergehend geschlossen werden muss. Vertretungsärzte wurden organisiert. Eine Übergangspraxis ist ebenfalls bereits gefunden und öffnet in diesen Tagen. Termine können über die übliche Telefonnummer ausgemacht werden. Von unangekündigten Besuchen bittet Rupp, aufgrund der Corona-Lage, abzusehen. Währenddessen arbeiten sie mit Hochdruck an der Wiedereröffnung ihrer eigentlichen Praxis. "Wenn alles optimal läuft, können wir Anfang bis Mitte November wieder öffnen", sagt Rupp.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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