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Nagold Urschelpreis für Berufstraining der Burgschule

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Der "Verein Lernen Fördern Nagold und Umgebung" ist mit seinem Berufsförderungs-Projekt an der Burgschule diesjähriger Hauptpreisträger des Urschelpreises (von links): Ulrich Mansfeld, Elvira Bindrich (beide Urschelstiftung) sowie Ariane Schnell, Sandro Breitling, Paul Miller, Lisa Wolf, Louisa Tahri-Hufschmidt und Denise Ziegler. Foto: Kunert Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. Im Rahmen des Stifterforums der Nagolder Urschelstiftung wurden auch die Auszeichnungen des "Urschelpreises 2018" an die insgesamt drei Preisträger verliehen.

Der mit 500 Euro dotierte Hauptpreis ging an den Verein Lernen-Fördern der Burgschule. Gewürdigt wurde damit das vom "Verein Lernen Fördern Nagold und Umgebung" initiierte Projekt "Training berufsrelevanter Kompetenzen". Idee dieser an der Nagolder Burgschule angebotenen Maßnahme: Unter Anleitung der hauswirtschaftlichen Mitarbeiterin der Burgschule bereiten Schüler der Oberstufe das tägliche Mittagessen für ihre Mitschüler zu. Dafür werden insgesamt jeweils vier bis fünf Schüler der Oberstufe an zwei Tagen in der Woche während einer vierteljährlichen Sequenz als Kochgruppe eingebunden.

Ziel: die Schüler sukzessiv zu mehr selbstständigem Handeln anzuleiten. Gemeinsam mit der Leiterin wird etwa der Speiseplan für die Woche aufgestellt, je nach Anzahl der Anmeldungen zum Essen und Art des Gerichtes muss dann die Einkaufsliste festgelegt werden. Zwei Schüler besorgen selbstständig die benötigten Lebensmittel, die anderen bereiten die Küche und die Essplätze vor. Die einkaufenden Schüler führen zudem das Haushaltsbuch am Computer und sortieren die Belege. Beim Zubereiten des Essens werden dann weitere Aufgaben verteilt: Rohkost vorbereiten, Salat putzen und anrichten, Hauptgericht anfertigen, Nachtisch bereitstellen. Pünktlich um 12.30 Uhr soll alles vorbereitet sein. Nun servieren die Schüler abwechselnd, und dürfen natürlich auch selbst mitessen. Nach dem Essen ist die Schülergruppe für die Geschirrreinigung und den Aufputz in Küche und Speiseräumen zuständig.

Notwendige Einstellungen und Werte werden trainiert und eingeübt

Mit den Schülern werden auf diese Weise, so die Erläuterungen von Lehrer Sandro Breitling, wichtige und für eine spätere Berufsausbildung notwendige Einstellungen und Werte trainiert und eingeübt. Die Arbeit in der Kochgruppe erfordere von den Schülern Flexibilität, Teamfähigkeit, vorausschauendes Handeln, Durchhaltevermögen, Befolgen von Anweisungen, selbstständiges Handeln, Verantwortungsübernahme und anderes mehr. Zum Abschluss am Berufstrainingsprojekt erhielten die Schüler zudem einmal im Jahr eine Bewertung der eingebrachten Leistungen in Form eines Kompetenzprofils. Da die Anforderungswerte gleich blieben, lasse sich so mit den Jahren eine Entwicklung der Schüler ablesen. Anhand des Kompetenzprofils könnten auch Schwerpunkte in der individuellen Förderung gelegt werden. Die Abschlussschüler (Klassenstufe neun) absolvieren schließlich eine Prüfung mit den Inhalten: Planung eines dreigängigen Menüs, Ermitteln der Kosten hierfür, einkaufen, Menü zubereiten, servieren, abräumen und reinigen. Die Prüfungsergebnisse werden in einem Prüfungszertifikat mit Kompetenzprofil festgehalten.

Für die Urschelstiftung stellt die Arbeit des Vereins Lernen-Fördern ein hervorragendes Beispiel für eine ehrenamtlich wirkende Gruppe dar, die – so die erklärten Ziele zur Auslobung des Urschelpreises – "soziale Ausgrenzungen abbaut und damit die Teilhabe von Benachteiligten am bürgerlichen Leben in Nagold ermöglicht".

In diesem Sinne ging der mit 300 Euro dotierte zweite Preis an die "Arbeitsgemeinschaft Schönes Dorf Mindersbach", der mit 200 Euro dotierte dritte Preis an den Arbeitskreis Kultur des Bürgerforums.

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