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Nagold "Urschelherbst" lockt viele Besucher in die Stadt

Von
Foto: Thomas Fritsch

Nagold - Im Urschelherbst steckt das Wort Herbst – und in diesem Jahr hat das lebhafte Stadtfest seinem Namen eben einmal alle Ehre gemacht. Nachdem man im Vorjahr noch Besucher- und Temperaturrekorde feierte. Dem Einkaufs- und Flanier-Erlebnis tat das Wetter aber keinen Abbruch.

Es ist ja so, dass man sich bei einsetzendem Regen gut in die Nagolder Geschäfte der Innenstadt "flüchten" kann. "Es ist weniger als in den Vorjahren – aber auch nicht wenig", sagte etwa Christoph Leins von "Reichert 1850" zur Besucherzahl. Und "kurzzeitig hat vorhin hier sogar richtig die Luft gebrannt", als irgendwie alle Kunden gleichzeitig kamen. Wobei man ja bei Reichert nicht nur Kleidung, sondern auch richtig guten – und vor allem warmen – Kaffee oder Tee bekommen kann. Sehr gefragt.

Regen gab es das ganze Wochenende immer mal wieder und auch gar nicht so wenig. "Die Natur braucht’s ja", war ein Satz, den man am Samstag und erst recht am Sonntag öfters entlang der Mark- oder auch der Turmstraße hören konnte.

Wo in letzterer die Besucher des Wochenmarkts am Samstag – und eigentlich auch des Bauernmarkts am Sonntag – sowieso immer "wetterhart" sind. Wenn leckere Frische und manches Schnäppchen der Marktschreier locken, spielen die Temperaturen und so eh keine große Rolle.

"Das Schmalzbrot läuft wie Sau!"

Und so ab Samstagmittag zogen die Besucherscharen in der Stadt auch merklich an – auch wenn sich die teils dick vermummten und in warme Jacken gewickelten Gestalten gefühlt weniger bei den mehr als 70 Kunsthandwerkern als vor allem bei den verschiedenen (warmen) kulinarischen Angeboten anstellten. Auch den "Urschelwein", der in den Geschäften und am Stand am Urschelbrunnen ausgeschenkt wurde, hätte man sich eventuell gerne in der Ausführung "Glühwein" gewünscht. Aber das wäre "eine echte Sünde", erklären die fleißigen Helferinnen beim Urschelbrunnen.

Was denn hier der nachgefragteste Verkaufsschlager der Damen sei? "Das Schmalzbrot läuft wie Sau!", hört man spontan und ehrlich, ohne von der Arbeit aufzublicken oder sich beim Servieren stören zu lassen. Die Urschelherbst-Besucher gelüstet es offenbar nach reichlich Energie in Form von richtig gehaltvollen Köstlichkeiten. Und auch Wein war ja auch zu Zeiten der Mönche in ihren kalten Klostern vor allem auch ein gern genutztes "Heizmittel" gegen klamme Kälte, dass die Körper (auch ohne "Glüh" im Namen und Darreichungsform) vorzüglich "von innen her" zu wärmen wusste. Was auch in diesem Jahr dem Absatz des ganz besonderen Cuvées aus dem Kollegium Württemberg sicher ordentlich beförderte.

Apropos Kalorien-Bomben: Ein echte – erstmalige – Entdeckung davon in Nagold gab’s zum Urschelherbst am Gerichtsplatz: Frittierte Süßigkeiten, die so klangvolle Namen hatten wie "Meuterei in Nagold" und in Panade ausgebackenes Bounty enthielten. Oder "Kindheitserinnerung": frittierte Schokobons. Barline-Barkeeper Sven Wallnewitz – sonst eher für seine innovativen Cocktails berühmt – hat diese sündhaft leckeren Kreationen nach Nagold gebracht. Dazu auch noch einen Drucker für Lebensmittelfarbe, der das Urschelherbst-Logo in Kaffeeschaum ("und auch auf Bier") pixelgenau abbildete.

Und die wahrscheinlich gewaltigen Kalorien-Mengen seiner Köstlichkeiten? "Die haben die Feen von der Hohennagold mit ihrem Feenstaub, den wir mit einbacken dürfen, einfach hinweg gezaubert", versichert der Bar- und frischgebackene Frittier-König mit treuherzigen Augenaufschlag. Man glaubt es ihm ungesehen, will es glauben, weil dieser echte Urschelherbst in diesem Jahr eben den persönlichen "Schwer"punkt "Kulinarik" hat. Und damit hoffentlich ohne Folgen bleibt.

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