Nagolds Urschelstiftung deckt viele Facetten ab, wie ein Blick auf das bunte Urschelfeld zeigt. Foto: Fritsch

Vergabe erstmals 2013. Bürgerengagement gefragt. Gruppen und Vereine können sich bewerben.

Nagold - Bürger engagieren sich für Bürger. Das ist das Prinzip vieler Vereine und Gruppen in dieser Stadt. Auch die Nagolder Urschelstiftung baut auf dieses System. Als neueste Aktion ruft die Stiftung den "Urschelpreis" ins Leben.

Preisgekrönt zu werden, das haben sicher viele Projekte in Nagold verdient. Drei Gruppierungen will die Urschelstiftung in Zukunft alle zwei Jahre mit dem Urschelpreis auszeichnen. Die Preise staffeln sich dabei in der Höhe von 500, 300 und 200 Euro. Doch nicht nur um das Preisgeld, mit dem die sinnvollen Projekte unterstützt werden sollen geht es der Stiftung. Die Urschelstiftung ist selbst vollkommen getragen von Bürgerengagement. Sie sieht sich als Bürgerstiftung und trägt nicht umsonst in ihrem offiziellen Namen den Zusatz "Bürger für Nagold".

Und so sorgt die Urschelstiftung mit der Verleihung des Urschelpreises auch für mehr Öffentlichkeit und Unterstützung von sinnvollen Projekten in dieser Stadt – die womöglich ansonsten nur einem kleinen Kreis bekannt wären. "Wir wollen damit auch Aufmerksamkeit für diese Projekte schaffen", sagt Stiftungsvorsitzender Ulrich Mansfeld. Auch Themen, die im Argen liegen, könnte man so transparent machen.

Ehrenamt fördern

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Ehrenamtlichkeit noch mehr zu fördern", erzählt Ulrich Mansfeld zu den Beweggründen des Stiftungsbeirats, den Urschelpreis ins Leben zu rufen. Dabei wird der Preis nicht an Einzelpersonen sondern nur an Gruppierungen vergeben, die sich ehrenamtlich in außergewöhnlicher Weise für das bürgerschaftliche Zusammenleben in Nagold engagieren. Mansfeld denkt nicht nur an soziale Projekte, auch kulturelle und sportliche Gruppen könnten sich um den Preis bewerben.

"Gewürdigt werden sollen durch den Urschelpreis ehrenamtliche Bemühungen, das Miteinander alle Bürger zu verbessern. Dabei sind im Besonderen Vorhaben zu würdigen, welche soziale Ausgrenzungen abbauen und die Teilhabe von Benachteiligten am bürgerlichen Leben Nagolds ermöglichen", heißt es im Ausschreibungstext der Urschelstiftung.

Bis zum 20. November können sich Gruppen und Vereine noch beim Vorstand der Urschelstiftung um den Preis bewerben. Der Stiftungsvorstand unterbreitet schließlich einer Jury seine Vorschläge. Vergeben wird die Auszeichnung alle zwei Jahre im Rahmen des Stiftungsforums – der Mitgliederversammlung der Urschelstiftung. Zum ersten Mal am 10. Januar nächsten Jahres.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: