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Nagold Sie kennen sich schon von Kindesbeinen an

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Anna und Michael Wachter feiern heute ihre diamantene Hochzeit. Foto: Rennig Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. Wenn Anna und Michael Wachter anlässlich ihrer diamantenen Hochzeit am 13. Februar auf 60 Jahre gemeinsamen Weges zurückblicken, erinnern sie sich auch an die vielen Stationen einer wahren Odyssee, denn beide sind als so genannte Donauschwaben im Banat gebürtig, dessen Gebiet heute zu Rumänien, Ungarn und Serbien gehört.

Anna Stiel wurde im Dorf Deutsch–St.–Michael als einzige Tochter in eine Landwirtsfamilie hinein geboren und verlor bereits als kleines Kind ihren Vater, der an der Front fiel. Weil die Mutter zur Zwangsarbeit nach Russland verschleppt wurde, wuchs die kleine Anna bei ihren Großeltern auf. Ihre Schulzeit beendete sie dann in Temeschburg (heute Timisoara), wo sie eine Lehre in einem Lebensmittelgeschäft machte.

Ihren späteren Mann Michael Wachter kannte sie schon von Kindesbeinen an, und in ihren Jugendjahren gingen sie oft gemeinsam auf den Tanz. Der junge Mann, dessen Vater in den Kriegsjahren zur deutschen Wehrmacht eingezogen worden war, übersiedelte zunächst mit Großeltern und Mutter nach Thüringen, doch nach Kriegsende wieder zurück in die Banater Heimat, wo er eine Lehre als Schmied machte. Nach einer Anstellung bei der Bahn fand er später Arbeit in einer Maschinenfabrik, wo er sich als Vorarbeiter dann bis zum Meisterbrief hocharbeitete.

Nach der Geburt der Tochter reifen in der Familie Ausreisepläne

Wichtiger als die vorgezogene standesamtliche Trauung im Februar 1960 – damals, um eine Wohnung zu bekommen – bleibt dem Jubelpaar bis heute die kirchliche Trauung Ende März.

Anna Wachter arbeitete in der Firma ihres Mannes, und 1962 bauten sie ein kleines Häuschen. Doch da die Großeltern Michael Wachters nach Deutschland ausgereist waren und einige Verwandte Anna Wachters in die USA, reiften auch in der kleinen Familie, die durch eine Tochter bereichert worden war, Ausreisepläne. Nach einigem Hin und Her um die nötigen Papiere mit beiden Botschaften fiel dann die Entscheidung, nach Deutschland überzusiedeln, weil dort Fachkräfte gebraucht wurden. 1980 zog die Familie ins Rheinland, wo Michael Wachter 21 Jahre im Maschinenbau arbeitete, während seine Frau viele Jahre im Kölner "Handelshof" angestellt war. Gerne erinnert sie sich noch heute an die Weihnachtsfeiern mit den zahlreichen Kollegen.

Schweren Herzens gaben Wachters später ihr Haus in Niederkassel auf, um Tochter Eweline, die eine eigene Familie gegründet hatte, nach Baden-Württemberg zu folgen, und zogen dann 2004 nach Nagold, wo Anna Wachter noch einige Jahre ihre Mutter pflegte. Inzwischen sind sie auch hier mit der Wahlheimat vertraut, fahren aber ab und zu noch gerne in die "alte Heimat" im Rheinland. Andere Reisen führten das Jubelpaar in die USA, auf die Kanaren oder nach Griechenland, oder sie nahmen regelmäßig an Banater Heimattreffen in Karlsruhe oder Augsburg teil.

"Keinen Streit in den nächsten Morgen mitnehmen"

Anna Wachter ist eine begeisterte Köchin und ein Backgenie, was besonders auch die beiden Enkel schätzen, die oft zum Mittagessen da sind. Michael Wachter ist ein handwerklicher Tüftler im und rund ums Haus – und ebenso am Computer. Was ist das "Rezept" für eine so lange Verbindung? Nicht nur herausfordernde Lebensstationen hätten sie zusammengeschweißt, meinen beide, sondern auch das Motto: "Keinen Streit bis in den nächsten Morgen mitnehmen". Ihren besonderen Hochzeitstag möchte das Jubelpaar zum Tag der kirchlichen Trauung dann im März gemeinsam mit der Familie begehen.

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

Heiko Hofmann

Fax: 07452 837333

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