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Nagold Kein Solo für Ursula von der Leyen

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Ursula von der Leyen präsentierte sich auf der Bühne der Nagolder Stadthalle energiegeladen. Foto: Fritsch

Nagold - Energisch ergreift sie das Mikrofon und stellt sich in die Mitte der Bühne. Das Rednerpult, das für sie bereit steht, das beachtet sie erst gar nicht. Das Manuskript, das sie mitgebracht hat, hat sie längst zur Seite gelegt. Mehr als ein Mikrofon und viel Platz auf der Bühne der Nagolder Stadthalle braucht Ursula von der Leyen (CDU) an diesem Donnerstagabend nicht.

Bestimmten Schrittes geht die zierliche Bundesarbeitsministerin von einer Seite der Bühne zur anderen. Hält immer wieder inne, setzt sich wieder in Bewegung. Dabei legt sie mit der gleichen Energie, mit der sie die Bühne durchmisst, ihre politische Sicht der Dinge dar.

"Da werde ich der Stachel im Fleisch sein"

Mal scharf, mal sanft, mal scherzhaft – aber immer vor Kraft strotzend – hält sie ein flammendes Plädoyer für die soziale Marktwirtschaft, sie berichtet von den Kräfte raubenden Hartz IV-Verhandlungen, attackiert den politischen Gegner, der sich in den Verhandlungen aus der Verantwortung habe flüchten wollen. Sie verteidigt die Erhöhung des Regelsatzes und – mit viel Herzblut – auch das Bildungspaket ("Da wurde zum ersten Mal von Kind her gedacht"). Sie singt ein Loblieb auf die Vereine und Institutionen aus Sport und Kultur, die dieses Paket für sie mit Leben erfüllen und fordert für deren Leistung mehr Respekt von der Politik ein. Drei Gruppen benennt sie, die für sie den grassierenden Fachkräftemangel beseitigen könnten: die Jugend, die Älteren und die alleinerziehenden Frauen.

Und am Ende da kommt dann doch noch ein wenig die ehemalige Frauenministerin in ihr durch, als sie sich für eine Frauenquote – besonders in Führungspositionen – stark macht: "Da werde ich ein Stachel im Fleisch sein."

Doch es ist an diesem Abend kein Soloprogramm von Ursula von der Leyen, das da vor 600 Besuchern in der Nagolder Stadthalle mitzuerleben ist. Denn mit auf der Bühne sind beim Auftritt der Ministerin engagierte Bürger aus der Region Nagold: die Unternehmer Rolf Benz, Achim Aldinger, Christine Endrich, Ernst-Jürgen Wackenhut und Ralf Bommer, die Nagolder City-Managerin Angela Nisch, der blinde Nagolder Gemeinderat Kurt Brei, der sich für das Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten einsetzt, der MIT-Vorsitzende Ulrich Kallfass, der Arbeitnehmer Franceso Ungaro und Andrea Mörk, treibende Kraft etwa beim Nagolder Krankenhausförderverein.

Sie alle hat der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel, der den Abend moderiert, auf die Bühne geholt, um der Ministerin das Potenzial zu zeigen, das in Nagold und dem Kreis Calw steckt.

Mit auf der Bühne ist freilich auch Thomas Blenke, Landtagsabgeordneter und -kandidat der CDU im Kreis Calw. Er benennt seine vier wichtigsten Ziele der Zukunft – im Kreis wie im Land: mehr Geld für Landesstraßen, den kompletten Ausbau der Breitbandversorgung ("Auch für den letzten Weiler"), die Beseitigung des Landarztmangels und eine Fortführung des bestehenden Bildungssystems. An letzterem werde nicht gespart, versichert Blenke, der nach einem Plädoyer für Stuttgart 21 auch noch vehement vor einer Beteiligung der "Kommunisten" an einer Landesregierung warnt.

 
 

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