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Nagold Grenzenlos surfen in der Kernstadt

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Das war eine schwere Geburt: Der städtische Projektleiter Rafael Beier und Christian Heckel (rechts) von der Beraterfirma Ascend freuen sich über den Durchbruch. Foto: Buckenmaier

Nagold - Nagold ist, was die Stadtentwicklung anbelangt, seinen Nachbarstädten weit voraus. Beim frei nutzbaren WLAN aber hinkte man hinterher. Jetzt vermeldete OB Jürgen Großmann den "Durchbruch": In Nagolds Kernstadt kann man nach erfolgreichem Testlauf grenzenlos surfen. Und manchmal hat es auch Vorteile, nicht unter den Ersten zu sein.

Es war "in der Tat eine schwere Geburt", wie das Stadtoberhaupt im Nachhinein analysiert. Dabei wusste man im Rathaus schon seit Jahren um die Notwendigkeit, schon aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit bei der Installation eines freien Netzzugangs mit den Nachbarstädten mithalten zu müssen.

Doch während im Jahr 2013 in Pforzheim schon das freie Netz in Betrieb ging, delegierte Nagolds Gemeinderat die Gretchenfrage: Wie hältst du’s mit dem WLAN? an die jüngere Generation zur Entscheidung weiter. Und der Vor-Vorgänger des heutigen Jugendgemeinderates befand, dass ein freier Zugang ins Netz zwar eine schöne Sache sei, aber keine dringende öffentliche Notwendigkeit darstelle. Damit hatte sich die Sache vorerst erledigt.

Router sind im Freien angebracht - geringe Strahlung

Vor einem Jahr nahm der Gemeinderat einen weiteren Anlauf und befragte abermals die Jungparlamentarier, die sich diesmal pro WLAN aussprachen. Die Stadtverwaltung unter Federführung von Projektleiter Rafael Beier nahm daraufhin den Kontakt mit Kommunen vergleichbarer Größe – Horb, Kirchheim unter Teck, Neuenburg, aber auch mit Stuttgart – auf, um deren Erfahrungen abzufragen. Intensiv befasste man sich auf Anregung aus dem Gemeinderat mit dem Modell der eidgenössichen Stadt St. Gallen, deren Stadtwerke das WLAN-Netz in eigener Regie betreibt. St. Gallen investierte dafür stolze 490 .000 Euro.

Nagold holte sich das bundesweit agierende fränkische Unternehmen Ascend beratend ins Boot, übernahm die St. Gallener Philosophie – Router außen an den Gebäuden, so dass die Strahlung in den Gebäuden möglichst gering bleibt – und realisierte das freie WLAN in der Kernstadt für runde 50. 000 Euro. Im Laufe der Jahre war die Installation immer billiger geworden. "Manchmal", räsoniert der OB, "ist es ganz gut, wenn man als Zweiter und Dritter über die Ziellinie geht."

Elf Zugangspunkte gibt es in der Stadt, die ein freies Surfen am Vorstadtplatz und Busbahnhof, am Longwyplatz, Marktstraße, Burgplatz sowie in der Hirsch- und Turmstraße wie auch in der Stadtbibliothek und nicht zuletzt im Sitzungssaal des Rathauses möglich machen. 15 MBit/s im Download und drei MBit/s im Upload reichen, um einen Film anschauen zu können. Die Erweiterung des WLAN-Netzes bis zum Badepark und auf den Lemberg wurde vorerst noch zurückgestellt. OB Großmann will "Schritt für Schritt nachjustieren" und denkt dabei auch ans Stadion und ans Iselshäuser Tal. Jetzt sei man offen für das Feedback der Nutzer.

Freies WLAN nur ein erster Schritt

Der Betrieb des Netzes wurde an die private Firma Hotsplots vergeben. Damit ist Nagold raus aus der Störerhaftung und auch gegen Missbrauch und Attacken auf Webseiten besser gefeit.

Freies WLAN ist für das Stadtoberhaupt indes nur ein erster Schritt beim Ausbau der Zukunftstechnologie. Der Ausbau des Glasfasernetzes, gerade in der Innenstadt, steht bei ihm oben auf der Agenda. Die Telekom habe "aus freien Stücken" mit der Vectoring-Technologie in der Innenstadt die Voraussetzung für Übertragungsraten bis zu 100 MBit/s geschaffen: "Und das zum Nulltarif." Dank der Sparkassentochter SIT habe Nagold auch eine gute Grundnetzinfrastruktur.

Gute Voraussetzungen also, um ein Thema nochmals anzugehen: "Die Nagold-App muss kommen", postuliert der OB. Auch wenn man damit im ersten Anlauf eine Bruchlandung hingelegt habe und der Verteilroboter vom Markt nicht angenommen worden sei, müsse man weiter – neben der realen– auch an der virtuellen Stadt bauen: "Der Bruder braucht die Schwester."

 
 

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