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Nagold Escape Room: Einblicke hinter die Kulissen

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Posiert fürs Foto: Escape Room-Betreiber Rüdiger Schenk. Foto: (nk)

Nagold - Wer glaubt, bereits alles in Nagold und Umgebung erlebt zu haben, der kennt Rüdiger Schenks neue Freizeitattraktion auf dem Eisberg noch nicht. Hier suchen mutige Knobler im Escape-Room nach einem Ausweg aus finsteren Verliesen.

Einer Gruppe Urlauber wurde das alljährliche Faulenzen am Strand zu langweilig. Daher geht es für sie in diesem Jahr ins düstere Transsilvanien, wo es alte Gemäuer und finstere Bauten zu besichtigen gibt. Auf einer Touristenführung durch das Gewölbe einer alten Burg trennen sich die unvorsichtigen Globetrotter jedoch vom Rest der Gruppe. Bei einer kurzen Verschnaufpause in einem Verlies fällt plötzlich die schwere Tür hinter ihnen ins Schloss. Ein unheilvolles Lachen erschallt aus den Schatten. Es verbleibt eine Stunde bis zum Sonnenuntergang. Wer bis dorthin den Weg aus dem Verlies nicht gefunden hat, muss für immer in der finsteren Gruft schmoren – so erzählen es die Sagen der Einheimischen.

So oder so ähnlich darf man sich das Szenario vorstellen, das mutige Besucher im neuen Escape Room von Rüdiger Schenk erwartet. Die "unheilvolle Stimme aus den Schatten" gehört keinem geringerem als ihm selbst und ist alles andere als übelwollend. Als Tippgeber überwacht Schenk stets den Ablauf der Fluchtversuche und gibt im Zweifelsfall über Lautsprecher wertvolle Hinweise, die die Teilnehmer jedoch zu deuten wissen müssen.

Alternative zu bestehenden Angeboten

Mit seinem Projekt möchte Schenk Abenteuerlustigen aus der Umgebung eine Alternative zu dem sonst eher sporadischen Freizeitangebot bieten. "Als unser Sohn vor einigen Jahren als Teenager die meiste Zeit vor der Playstation verbracht hat, haben wir uns als Eltern eine alternative Freizeitbeschäftigung gesucht, bei der wir alle Spaß haben. Über einen Bericht in den Medien sind wir dann auf Escape Rooms gestoßen. Im Endeffekt hat mir das so gut gefallen, dass ich selbst einen eröffnen wollte", erzählt Schenk den Ursprung seiner Idee.

Gestaltet hat Schenk die Räume in selbstständiger Eigenarbeit. Utensilien wie alte Kommoden, Kerzenständer und Truhen erstand er dabei bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Vom Schnäppchen aus dem Antiquitätenladen bis hin zu Sperrmüll-Funden ist alles dabei. "Klar kann man sich so einen Raum auch für viel Geld bauen lassen", weiß Schenk, "aber mit ein bisschen Fleiß und Eigeninitiative kann man sich so etwas auch selbst herrichten. Finanziell geht man damit kein wirkliches Risiko ein."

Allerdings verweist er auch darauf, dass man den Zeitfaktor bei einem derartigen Vorhaben nicht unterschätzen sollte. Eigentlich wollte Schenk bereits vor acht Monaten mit seinem Projekt fertig sein, würden sich nicht ständig neue Ideen, Probleme und Planänderungen ergeben. "Zudem hat man ja noch ein Privatleben", sagt Schenk, der die Räume nur nebenberuflich betreibt.

Um die Rätsel für seine Attraktion zusammenzustellen, bediente sich Schenk verschiedener Quellen vom Knobelbuch bishin zum eigenen Erfindergeist. "Die Rätsel müssen zwar anspruchsvoll aber andererseits auch nicht zu schwer sein", weiß der Betreiber.

Rekord liegt bei 37 Minuten bei einem Tipp

Schenks erster Escape Room spielt in einem Gefängnistrakt. Bis zur Visite des Gefängniswärters haben die Teilnehmer auch hier eine Stunde Zeit, die schwedischen Gardinen hinter sich zu lassen. "Das Szenario muss natürlich immer so gestaltet sein, dass sich die Spielzeit von einer Stunde damit erklären lässt", erzählt Schenk. Natürlich habe es auch schon Teilnehmer gegeben, die die vorgegebene Zeit überschritten haben. "In solchen Fällen gebe ich ein paar großzügigere Tipps. Aber in jedem Fall lasse ich die Leute zu Ende spielen. Schließlich wollen ja alle Beteiligten wissen, wie die Geschichte ausgeht". In der Regel schaffen 40 Prozent der Teilnehmer die Flucht innerhalb der vorgegebenen Zeit. Der Rekord für den Gefängnisausbruch liegt laut Schenk bei 37 Minuten mit nur einem Hinweis.

Die Attraktion eignet sich für die verschiedensten Anlässe. Seien es Geburtstage, Junggesellenabschiede oder Familienfeste aller Art. Auch erinnert sich Schenk, wie er einst im Zuge seines Berufs den Amor spielen durfte: "Ein Teilnehmer hat seiner Freundin tatsächlich mal einen Heiratsantrag während des Spiels gemacht. Statt einem Schlüssel haben wir dazu in einer Truhe einen Ring versteckt. Das war vielleicht ein Moment. Mir kamen dabei sogar die Tränen."

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