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Nagold Darmkrebszentrum erneut ausgezeichnet

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Elke Frank, Geschäftsführerin des Klinikverbunds Südwest, übergab die Zertifizierungsurkunde an Hubert Mörk, Chef des Nagolder Darmkrebszentrums. Foto: Matheus

Nagold - Mitten in der Debatte rund um das Zukunftskonzept für die Kliniken im Kreis Calw erreichte den Klinikverbund Südwest eine gute Nachricht. Das Darmkrebszentrum am Nagolder Krankenhaus, eines der Vorzeigeprojekte des Verbunds, genügt weiter allerhöchsten Ansprüchen. Dies bestätigten hochrangige Prüfer.

Bereits seit mehr als sechs Jahren existiert das vom TÜV und der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Darmkrebszentrum am Krankenhaus Nagold. Das erstes Darmkrebszentrum im Klinikverbund Südwest – gegründet 2008 – wurde jetzt bereits zum zweiten Mal erfolgreich rezertifiziert.

"Nach wie vor zählt Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern und Frauen", berichtet der Ärztliche Direktor der Kliniken Nagold, Hubert Mörk. "Jedes Jahr erkranken an die 70 000 Bundesbürger an dem heimtückischen Leiden, und knapp 40 Prozent der Betroffenen sterben daran. Dabei liegt die Heilungschance bei rechtzeitiger Früherkennung bei über 90 Prozent."

Doch die Realität sieht anders aus: Zu wenige nutzen die von den Krankenkassen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen, und der Krebs wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Genau dort setzen die Darmkrebszentren an: Alle Aspekte der Erkrankung von der Vorsorge, Früherkennung über Diagnostik, Therapie bis zur Nachsorge werden durch das Zentrum abgedeckt. Für die Patienten mit einer bösartigen Erkrankung des Darms bedeutet das eine lückenlose therapeutische Behandlung durch die entsprechenden Spezialisten vor Ort in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten.

Als Leiter des Zentrums arbeitet Chefarzt Hubert Mörk aber nicht nur mit den niedergelassenen Kollegen, sondern auch fachübergreifend Hand in Hand mit Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Schmerz- und Stomatherapeuten, Psychoonkologen sowie Physiotherapeuten, Fachkräften für Genetik, Seelsorgern und den Selbsthilfegruppen. Und ab dem neuen Jahr auch eng mit dem neuen chirurgischen Chefarzt Ralf Michael Wilke.

Die kontinuierlichen Verbesserungen der Chirurgie, Chemotherapie oder auch Strahlentherapie sowie völlig neuartige palliative Ansätze haben nicht zuletzt durch die zertifizierten Darmkrebszentren die Bekämpfung des Dickdarmkrebses in den vergangenen Jahren revolutioniert und die Therapiemöglichkeiten von Betroffenen erweitert. "Auch für Patienten, bei denen Darmkrebs in einem späteren Stadium entdeckt wird, haben sich dank dieses Netzwerkes und der individuellen Vorgehensweise die Chancen auf Heilung deutlich verbessert", weiß Hubert Mörk zu berichten. "Dass diese für den Patienten so vorteilhafte Behandlung auch dauerhaft gewährleistet ist, dafür sorgen die Rezertifizierungen im Dreijahres-Rhythmus und die jährlichen Überwachungsaudits, welche das Institut OnkoZert im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft gemäß den stringenten Regeln der aktuellen Leitlinien durchführt", so Mörk weiter.

Ein Qualitätsmerkmal ist dabei unter anderem die Zahl der Eingriffe und Diagnosestellungen, da die Entscheidungen für eine bestimmte Vorgehensweise häufig auf der Erfahrung der Experten basieren, denn jeder Fall liegt anders, jeder Patient hat individuelle Bedürfnisse, die zu berücksichtigen sind. Jeder Einzelfall wird daher dem interdisziplinären Expertengremium am sogenannten Tumorboard vorgestellt. Gemeinsam wird ein maßgeschneidertes Therapie­konzept erarbeitet und umgesetzt. Seit 2008 wurden auf diese Weise bereits mehr als 750 Patienten im Nagolder Darmkrebszentrum behandelt.

Dabei setzt man dort auch auf Hightech: Die Kapselendoskopie mittels einer Minikamera zur Dünndarmuntersuchung, minimalinvasive Gewebeproben mittels einer endosonographischer Feinnadelpunktion oder die virtuelle Chromoendoskopie zur kontrastreicheren Darstellung von Gewebeveränderungen sind nur einige der Neuerungen, die in Nagold eingeführt und mit großem Erfolg eingesetzt werden.

 
 

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