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Nagold "Bufdis" stehen nicht bei allen Schlange

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Die so genannten "Bufdis" – Bundesfreiwilligendienstler – haben die Nachfolge der Zivis angetreten. Foto: Schwarzwälder-Bote

 Nagold - Zu viele "Bufdis", zu wenige Stellen – das ist auch im Kreis Calw ein Thema. Doch längst nicht bei allen Einrichtungen stehen die Freiwilligen Schlange – im Gegenteil. Das Nagolder Gertrud Teufel-Seniorenzentrum etwa konnte bislang keine der insgesamt drei Stellen dauerhaft besetzen.

"Es ist viel besser angelaufen als gedacht", sagt Gerd Hufschmidt vom Nagolder Jugendhaus "Youz". Vor der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes gab es in der Einrichtung zwei Stellen für Zivildienstleistende. Nun gibt es insgesamt vier Bufdi-Stellen. Für Hufschmidt ist das aber nicht genug, er möchte noch weitere Freiwillige einstellen. "Allerdings sind die Kontingente ausgeschöpft", sagt der Jugendhaus-Leiter. Obwohl die Nachfrage seitens der Bufdis groß ist, kann Hufschmidt somit vorerst keine neuen Mitarbeiter einstellen.

"Wir rechnen jeden Tag mit dem Durchbruch"

Auch die Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH (GWW) würde gerne mehr Freiwillige im Kreis Calw beschäftigen. Aber auch dort seien alle kontigentierten Plätze belegt, erklärt Pressesprecher Steffen Müller. Nachdem das Interesse schleppend anlief, freue man sich nun umso mehr über die gute Resonanz, so Müller weiter. Zurzeit steht die Institution in Verhandlungen zwecks weiteren Bufdi-Stellen. "Wir rechnen jeden Tag mit einem Durchbruch", sagt der GWW-Pressesprecher. So wolle man im Kreis Calw bis zu acht neue Bufdi-Stellen schaffen.

Mechthild Mohr hat dagegen ganz andere Sorgen. Die Leiterin des Nagolder Seniorenzentrums Gertrud-Teufel konnte bislang keine der drei Bufdi-Stellen dauerhaft besetzen. "Wir suchen dringen junge Männer", erklärt Mohr. Der große Ansturm – wie ihn andere Einrichtungen in der Region erleben – blieb dort bislang aus. Schon früher hätten sich die Zivildienstleistenden lieber bei Jugendhäusern beworben als bei Seniorenzentren. Dabei gebe es auch in Altenheimen weniger anstrengendere Arbeiten wie beispielsweise in der Caféteria, meint Mohr.

Um die nicht besetzen Bufdi-Stellen einigermaßen ausgleichen zu können, entschied sich Mechthild Mohr dafür, die Fahrerstellen mit 400-Euro-Jobbern zu besetzen. "Wir können nicht warten, bis jemand zu uns kommt", stellt die Heimleiterin klar.

Bei Beate Ebel, Pflegedienstleiterin für die Krankenhäuser Calw und Nagold, laufen zwar nach eigenen Angaben "Bewerbungen am laufenden Band"­ ein, doch sie möchte gar nicht mehr Bufdis beschäftigen. Der Grund: "Die müssen alle erst einmal angelernt werden", gibt Ebel zu bedenken. Zudem seien auch viele Praktikanten und Schüler in den Krankenhäusern tätig. Im Großen und Ganzen finde sie den Bundesfreiwilligendienst aber eine "sehr schöne Sache" – auch wenn er für die Einrichtungen mehr Geld kostet als der ehemalige Zivildienst.

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