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Nagold Bands lassen es bei Rocknacht krachen

Von
Foto: Thomas Fritsch

Nagold - Harter, voller Sound, coole Bands, jede Menge Action auf der Bühne: Bei der Rocknacht in der Alten Seminarturnhalle ging es ordentlich zur Sache. Für die früheren Besucherzahlen reichte es zwar nicht mehr ganz, dafür haben es Musik und Bands nach wie vor in sich.

Ihren ersten Gig in dieser Konstellation hatte "Revolter". Die fünf Bandmitglieder kommen aus dem Raum Freudenstadt und Nagold und sind eine Art "Supergroup", wie es Organisator Chris Schäfer ausdrückt. Sie alle spielten bereits in früher im Raum bekannten und beliebten Bands – jede einzelne davon war auch schon bei der Rocknacht zu Gast.

So neu zusammengewürfelt war es für die Rock‘n‘Roll-Hardcore-Metal-Musiker doch eine Premiere, wieder auf der Bühne der Alten Seminarturnhalle zu stehen. Und die rockten "Revolter" mit ihrem Sound und deutschem Gesang. "Das war eine richtig geile Nummer", findet Schäfer. Die lockte auch Leute an, die er länger nicht mehr bei der Rocknacht gesehen hatte.

Ein richtiges Power-Trio war "CREKKO" aus Freudenstadt. Die Rocker lieferten nicht nur Songs von ihrem neuen Album, sondern auch eine beeindruckende Bühnenshow. Schon bei einer der ersten Rocknächte waren sie dabei, seither sind sie immer gern gesehene Gäste.

"CREKKO" begeisterten neben ihrer Bühnenpräsenz und Energie, die ihnen eigen ist, mit einem massiven Sound trotz der minimalistischen Besetzung.

In eine musikalisch etwas andere Richtung ging der Auftritt von "Die Grüne Welle" aus Ludwigsburg. Punkrock, Deutschrap, Indie, Ska und ein Saxofon treffen hier in Form von fünf energiegeladenen Bandmitgliedern aufeinander und bilden einen ganz eigenen Sound. Der war "nicht völlig fachfremd" für die Rocknacht, wie Chris Schäfer erklärt, aber stach trotzdem heraus und brachte eine neue Note ein. Diese Art von Musik habe man bei der Rocknacht schon lange nicht mehr gehabt, merkt er an.

Als Headliner standen "Sly Old Dog" auf der Bühne. Die 2014 gegründete Band war schon bei einigen Shows und Festivals dabei. Der Stil der Stuttgarter erinnert an "die klassischen New Yorker Hardcore-Bands aus der guten alten Zeit", vergleicht Chris Schäfer treffend. Die vier Männer verstanden es, die Bude noch mal richtig zu rocken.

Nach 36 Rocknächten hat sich die Live-Musik-Veranstaltung längst etabliert und einen festen Besucherstamm gewonnen. An frühere Erfolge kann man inzwischen aber nicht mehr so recht anknüpfen. Knapp 250 Leute bevölkerten die Seminarturnhalle. Mit etwa 400 waren das auch schon mal mehr.

Besonders das junge Publikum komme nicht mehr, sagt Chris Schäfer. Schaue man sich die alten Zahlen an, hätten die Unter-20-Jährigen etwa die Hälfte der Besucher ausgemacht. Heute spiele das Publikum unter 18 eigentlich gar keine Rolle mehr. Wieso das so ist, wisse man nicht genau, nur dass andere Veranstalter ähnliches berichten. Es handle sich also um eine "generelle Entwicklung" und man müsse schauen, wie man damit umgeht, so Schäfer.

Konzeptionell wollen die Macher der Rocknacht nicht viel verändern. Immerhin hat die Veranstaltung inzwischen Tradition. Und ein Erfolg ist sie jedes Mal – auch mit der 36. Auflage ist Schäfer "zufrieden". Unabhängig davon, wie viele Leute unterm Strich kommen: Die Bands bringen es, die Stimmung ist friedlich und die Nacht rockt einfach.

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