Große Freude gab es beim Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg über die Spende in Höhe von 10 000 Euro. Sie war der Erlös der Versteigerung des Ponyfohlens bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im Springreiten in Ichenheim.
Die Versteigerung des schwarz-weißen Ponyfohlens „Michel“ hatte bei dem überregionalen Springturnier im Juli auf der Ichenheimer Waldreitanlage für Furore gesorgt. Zahlreiche Zuschauer beteiligten sich an der Versteigerung im amerikanischen Stil, bei der man zuerst mit einem Einsatz von 20 Euro mitbieten konnte.
Die Einsätze wurden von fleißigen Helfern eingesammelt und auch als das Gebot von Auktionator erhöht wurde, lieferten sich die Bieter ein spannendes Duell. Dabei spielte sicherlich nicht nur der kleine Herzensbrecher „Michel“ eine Rolle, den viele gerne haben wollten, sondern auch die Tatsache, dass der Erlös der Versteigerung einem guten Zweck diente. Abschließend kam so die große Summe von 10 000 Euro zusammen.
„Michel“, der inzwischen ein ganzes Stück größer geworden ist, und seine Mutter Nikita besuchten dieser Tage zusammen mit Bürgermeister Tobias Uhrich, Vertretern des Reitervereins Ichenheim und seinem neuen Besitzer das Elternhaus der Kinderkrebshilfe in Freiburg.
Auch der neue Besitzer von „Michel“ ist nach Freiburg mitgekommen
Mit dabei waren die Vorsitzenden des Reitervereins Ichenheim, Reinhard Schill und Klemens Zeil, der auch der Züchter von „Michel“ war und diesen großzügig für die Versteigerung zur Verfügung gestellt hatte. Betreut wurden „Nikita“ und „Michel“ von Luisa Röderer und Anna Lipps auf dem Klausenhof in Dundenheim. Zur Gruppe zählten auch der kleine Max Schill, der der neue Besitzer von „Michel“ ist, und sein Vater Alexander. Sie über gaben den symbolischen Spendenscheck an Werner Kimmig vom Vorstand des Fördervereins für krebskranke Kinder in Freiburg.
Linda Schüle von diesem Förderverein erläuterte, dass der Reiterverein Ichenheim damit zu den Großspender gehört, die den Bau und Betrieb des Elternhauses finanzieren. Während immer wieder Schulklassen mit Spendenaktionen den Verein unterstützen, sei die Versteigerung eines Ponys eine ganz besondere Aktion gewesen. Das neue Elternhaus in der Nähe der neuen Kinderuniklinik wird allein aus Spenden finanziert.
Eltern und Geschwister sollen in der Nähe der kranken Kinder sein können
Eltern und Geschwister von kranken Kindern können dort in einem eigenen, kleinen Appartement wohnen, während das kranke Kind in der Klinik ist und es oft besuchen. Es handele sich bei den Patienten nicht nur um krebskranke Kinder, sondern auch um andere schwerkranke Kinder. Die Familien erhalten in dem Haus von dem Verein unbürokratische Hilfe in vielen Bereichen des Lebens und für die Geschwister des kranken Kindes gibt es sogar eine Betreuung in einen Spielstube und einem Jugendraum. Die Familien sind teilweise bis zu einem Jahr oder sogar noch länger in dem Elternhaus.
Die Neurieder Gäste erhielten eine Führung in dem Elternhaus und waren von der wertvollen Hilfe, die dort vom Förderverein geleistet wird, beeindruckt. Das Shetlandpony „Michel“ wird nun seine Box in der Reitanlage der Familie Schill in Neuried beziehen.