An der Kreuzung kommt es immer wieder zu Unfällen. Foto: Sannert

Innerhalb von nur einer Woche haben sich an einer Kreuzung nahe Pfalzgrafenweiler gleich zwei tödliche Unfälle ereignet. Daher gibt es nun Überlegungen, die gefährliche Kreuzung zu entschärfen.

„Ich kann mir nicht erklären, warum dort immer so schwere Unfälle geschehen“, meint eine Sprecherin des Landratsamts Freudenstadt mit Blick auf jene Kreuzung, wo die Straße von Durrweiler nach Kälberbronn auf die L 404 trifft „Eigentlich ist das eine sehr gut einsehbare Stelle“, so die Sprecherin. Zudem gelte dort Tempo 80.

 

Und dennoch kam es jüngst an genau dieser Kreuzung zu gleich zwei tödlichen Unfällen. Erst vor rund einer Woche wurde eine 87-jährige bei einem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass sie wenig später im Krankenhaus starb. Am Mittwoch starb dann ein 36-jähriger Motorradfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Auto. Und schon in den Jahren davor kam es an der Kreuzung immer wieder zu schweren Unfällen. Die Polizei hat den Bereich daher nun offiziell als Unfallhäufungsstelle eingestuft.

Doch welche Folgen könnte diese Einstufung haben? Unsere Redaktion hat zunächst bei Pfalzgrafenweilers Bürgermeister Dieter Bischoff nachgefragt. Der sagt ganz klar: „Man muss überlegen, wie man das entschärfen kann.“

Kreisverkehr könnte für mehr Sicherheit sorgen

Aber auch Bischoff kann sich nicht recht erklären, warum es an dieser eigentlich sehr gut einsehbaren Kreuzung immer wieder zu Unfällen kommt. „Wenn ich das nur wüsste“, meint Bischoff. Möglicherweise würden Autofahrer durch die tief stehende Sonne geblendet, überlegt der Bürgermeister. Auch könnten möglicherweise manche Autofahrer Schwierigkeiten habe, die Geschwindigkeit anderer Fahrzeuge richtig einzuschätzen.

Doch egal, was letztendlich der Grund für die vielen Unfälle ist – Bischoff hat schon eine konkrete Idee, wie die Kreuzung sicherer gemacht werden könnte: „Wir würden es begrüßen, wenn man da über einen Kreisverkehr nachdenken würde.“ Bischoff stellt aber auch klar: „Von der Zuständigkeit her sind wir da als Gemeinde raus.“ Denn die L 404 ist eine Landesstraße.

Deshalb hat unsere Redaktion auch beim Landratsamt Freudenstadt nachgefragt. Und offenbar ist die Behörde zu einem ganz ähnlichen Schluss gekommen wie Bischoff. „Wir haben schon im Dezember beim Regierungspräsidium angeregt, dort einen Kreisverkehr zu bauen“, erklärt eine Sprecherin.

Selbst tätig werden kann das Landratsamt aber nicht. „Bauliche Maßnahmen liegen in der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums. Wir sind nur für die Beschilderung zuständig.“ Unsere Redaktion hat daher auch beim Regierungspräsidiums in Karlsruhe nachgefragt, zunächst aber noch keine Antwort erhalten.