Neuer Name zum Jahreswechsel soll ein "deutliches Zeichen setzen". Neuausrichtung und Portfolioerweiterung.
Hinter der Firma A. Maier Präzision GmbH liegen Zeiten des Umbruchs. Eine weitere Veränderung steht zum neuen Jahr an. Lesen Sie mehr dazu in unserem (SB+)Artikel.
St. Georgen-Peterzell - Ab Januar firmiert der in Peterzell beheimatete Automobilzulieferer dann als Likum GmbH, wie Anette Saile, Assistentin der Geschäftsleitung, am Mittwoch mitteilte.
Doch der Reihe nach: Vor zwei Jahren informierte das Unternehmen über massive Auftragsrückgänge und damit verbundene wirtschaftliche Probleme. Im März diesen Jahres vermeldete dann die Kanzlei Nickert, die das Insolvenzverfahren begleitete: "Die Sanierung des Automobilzulieferers A. Maier Präzision ist geglückt." Investoren für das gebeutelte Unternehmen seien gefunden worden.
Wie Anette Saile nun konkretisiert, sei die Firma an die C14 Holding GmbH in München verkauft worden und damit die Familie Maier nach vielen Jahren aus dem Unternehmen ausgeschieden. Die bislang auf zwei Standorte – in St. Georgen in der Gewerbehallestraße und in Peterzell in der Mühlbachstraße – verteilte Firma konzentriere sich nun auf das Werk in Peterzell. Der Umzug vom Standort in St. Georgen nach Peterzell werde zum Jahresende abgeschlossen. "Investitionen in den Standort Peterzell und umfangreiche Umbaumaßnahmen ermöglichen nun die Zusammenlegung der beiden Werke, was die operativen Abläufe deutlich verbessert", betont Saile. So sei nun auch die Verwaltung, die vormals im Gebäude in St. Georgen beheimatet war, im Werk in Peterzell untergebracht.
Der Umzug habe auch den Erfordernissen der Corona-Schutzbestimmungen angepasst und bei der Belegung der Räume berücksichtigt werden müssen.
50 Arbeitsplätze weniger
Zu Beginn der Krise hatte das Unternehmen 200 Mitarbeiter. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im August 2019 wurden 50 Angestellte entlassen. Nun sind es noch 150 Mitarbeiter. "Wir sind derzeit zuversichtlich, dass wir das so halten können", meint Anette Saile zur Größe des Mitarbeiterstamms.
"Die frühzeitigen Sanierungsschritte helfen uns auch in der derzeitigen Corona-Krise. Wir sehen uns, wie zahlreiche Unternehmen ebenfalls, in dieser Krise mit einem negativen Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr konfrontiert, können jedoch aufgrund der Möglichkeit der Nutzung von Kurzarbeit diesem bestmöglich entgegenwirken und unsere Kapazität der Auftragslage entsprechend anpassen", weist Saile auf die aktuellen Herausforderungen durch die Pandemie hin.
Um für künftige Anforderungen noch besser gewappnet zu sein, wurde in größere Spritzgussmaschinen nebst Handlingssysteme investiert. Damit habe das Unternehmen sein Leistungsspektrum "deutlich verbessert". "So können wir auch für uns neue Technologien, wie den 2K-Spritzguss anbieten", ergänzt Saile.
"Mit der Umbenennung möchten wir für unsere Neuausrichtung und Portfolioerweiterung auch nach außen hin ein deutliches Zeichen setzen und freuen uns sehr, mit unserem neuen Namen in ein hoffentlich erfolgreiches neues Jahr zu starten", begründet Saile die Umfirmierung zum 1. Januar hin. Der neue Firmenname Likum steht dabei für "Lösungen, Ideen, Kunststoff und Metall". Geschäftsführer ist Thomas Ostkamp, der diese Aufgabe bereits in der Krisenzeit übernommen hatte.