Die Party ist vorbei: Übrig gebliebene Feuerwerkskörper liegen am Neujahrstag auf der Straße. Foto: dpa/Sven Hoppe

Pappe, Flaschen und ausgebrannte Feuerwerkskörper liegen nach der Silvesternacht in der Stadt verteilt. Nicht jeder hält es für nötig, seinen Abfall wegzuräumen. Im Internet diskutieren die Horber über die Hinterlassenschaften. Wir haben nachgefragt, wie hoch der Aufwand fürs Aufräumen ist.

Grade noch knallen die Sektkorken, Wunderkerzen malen Lichtspiele in die Nacht und Raketen explodieren in rotem und grünem Farbenspiel. Das alles gehört für viele zu Silvester dazu. Und zurück bleibt am Ende der Müll: Ausgebrannte Feuerwerksbatterien, Holzstäbe, übrig gebliebene Verpackungen und leer getrunkene Flaschen.

 

In der Facebookgruppe „Horber Stadtgeflüster“ wird später kritisiert: Den Müll selbst wegzuräumen halten nicht alle für geboten. „Genug Geld für massenweise Feuerwerk hatten manche Leute anscheinend, genug Hirn und Anstand, ihren Müll wegzuräumen leider nicht“, schreibt ein User in der Gruppe.

„Ätzend“, „Sauerei“, „Jedes Jahr das Gleiche“: Horber sind sauer

Im Internet trifft er damit auf Zustimmung. „Echt ätzend“, „Leider jedes Jahr das gleiche!“ und „Seine Sauerei kann man wenigstens wegräumen“, sind nur drei Kommentare in der Horber Gruppe.

Die Reinigung bleibt dann an der Stadt hängen. Neujahr liegen die Überreste der Feier noch auf den Straßen. Einen Tag später machen sich zwei Mitarbeiter des Bauhofs mit Kehrmaschine daran, die Stadt wieder zu reinigen. Circa drei Tonnen seien in diesem Jahr an Müll beseitigt worden. Alles in allem – mit Personal, Maschinen und der eigentlichen Beseitigung – kostet die Stadt das in diesem Jahr 1800 Euro.

Die Kosten bleiben schlussendlich bei der Gemeinde hängen. Wer den Müll liegen gelassen hat, ist im Nachhinein nicht feststellbar.

20 Stunden in Horb allein fürs Aufräumen

Zeitaufwendig ist die Beseitigung darüber hinaus: „Der Bauhof hat dieses Jahr 20 Stunden in Horb für die Beseitigung der Verunreinigung in der Silvesternacht benötigt“, erklärt die Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion.

Dabei können die Reste von verbrauchtem Feuerwerk problemlos in der heimischen Restmülltonne entsorgt werden. Dabei sollte jedoch auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Feuerwerkskörper vollständig ausgeglüht sind, rät die Stadt. Auch bei den Recyclinghöfen könne der Müll abgeben werden.

Für Silvester bedankt sich der User beim Bauhof für seine Mühe. Ein anderer schlägt vor: Feuerwerk sollte verboten werden – zumindest das private. „und mit den gesparten Kosten für das Aufräumen der Sauerei im ganzen Stadtgebiet gibt es ein zentral von der Stadt organisiertes Feuerwerk.

Stadt erklärt: Fasching ist nicht mit Silvester vergleichbar

Unter der Kritik in der Facebookgruppe meint ein User, dass auch an Fasching eine Menge Müll zurückbleibe, den dann die Stadt entsorgen müsste. Die sieht das närrische Treiben da allerdings als geringen Aufwand. Auf Nachfrage heißt es: „Ein Vergleich ist nicht möglich. In der Silvesternacht werden deutlich mehr Verunreinigungen verzeichnet. Diese sind im Gegensatz zu den Faschingsfeiern auch an verschiedenen Örtlichkeiten vorzufinden.“