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Mönchweiler Projekt setzt Fokus auf die Klima-Zukunft

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Die Ausrichtung der Gebäude eignet sich sehr gut für die Solarsromerzeugung.Symbolfoto: © Stephan Leyk – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Mönchweiler. Harald Schäffler vom Büro Schäffler Sinnogy stellte die Potentialstudie "Kalte Nahwärme" für das Wohnbaugebiet Kälberwaid III im Gemeinderat Mönchweiler vor. Der Gemeinderat hatte sich in der Sitzung Mitte Mai einstimmig zum Ausbau einer höchstmöglichen regenerativen Energienutzung in Form der Kalten Nahwärme ausgesprochen. Um die Realisierung sicher zu stellen, wurde am 22. Juni das Ingenieurbüro mit der Studie beauftragt. Als Leitfaden wurde von der Gemeinde ein Pflichtenheft aufgestellt.

Die Studie ergab eine Fülle an Ergebnissen und Empfehlungen: Die Nutzung des Untergrunds als Wärmequelle mittels Erdsonden ist möglich und genehmigungsfähig. Aufgrund der zu erwartenden Geologie kann mit hohen Entzugswerten gerechnet werden. In diesem Zusammenhang wird es eine Pilotbohrung geben, die genau Auskunft geben kann. Sie soll im Rahmen der Machbarkeitsstudie durchgeführt werden.

Die Ausrichtung der Gebäude eignen sich sehr gut für die Solarstromerzeugung. Eine klimaneutrale Versorgung mit Strom und Wärme ist für die künftigen Eigentümer und Bewohner machbar. Durch die klimaneutrale Energieversorgung kann ein attraktiver Mehrwert für die Flächenvermarktung generiert werden. Schäffler kann hier auf Erfahrungswerte bereits bestehender Projekte zurückgreifen – überall, so erklärte er, sei die Nachfrage nach solchen Bauvorhaben sehr groß.

Förderkulisse kann zu erheblicher Entlastung der Kosten beitragen

Ob eine private Versorgung oder eine Versorgung durch einen Quartiersversorger wirtschaftlicher wäre, soll im Rahmen einer Machbarkeitsstudie verlässlich ermittelt werden. Die aktuelle Förderkulisse kann zu einer erheblichen Entlastung bei den Planungs- und Investitionskosten beitragen.

In der Gemeinderatssitzung wurde die Firma Schäffler Sinnogy mit der Durchführung einer geförderten Machbarkeitsstudie beauftragt. Diese wird durch ein Konsortium durchgeführt, bestehend aus dem Ingenieurbüro Schäffler Sinnogy aus Freiburg und dem Planungsbüro Reiter aus Weingarten, sowie weiteren Dienstleistern, die aufgabenbezogen hinzugezogen werden.

Die Leistungen stehen alle unter dem Vorbehalt einer Förderzusage durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für die Nutzung der Kalten Nahwärme sprechen die dauerhaft wirtschaftlich stabilen Kosten für die Energieleistungen, die Sommerkühlung ohne teure Zusatzinvestitionen, die intensive Förderung und natürlich die umweltfreundliche, klimaneutrale Technik.

Ist das Netz der Kalten Nahwärme erst einmal verlegt, punktet sie mit einer geringen Grundgebühr und geringen Wartungskosten. Interessierte Betreiber für eine solche Anlage, erklärte Schäffler auf Nachfrage, gebe es genügend, das zeigen die Erfahrungen bei anderen Projekten. Diese Form der Heizanlage mit konventionellen Anlagen wirtschaftlich zu vergleichen fällt schwer, so Schäffler. Zum einen könne man die Entwicklung auf dem Energiemarkt nicht langfristig einschätzen, zum anderen müsse man erkennen, dass dieses Projekt den Fokus auf der Klima-Zukunft habe. Außerdem sei eine konventionelle Heizanlage mit Investitionskosten ohne Zuschüsse ähnlich teuer, wie die Kalte Nahwärme.

Für Baugebiet Kälberwaid III rund 100 Interessenten

Viele Fragen der Gemeinderäte wird die beauftragte Machbarkeitsstudie beantworten, für die es ein einstimmiges Votum gab. Bürgermeister Rudolf Fluck betonte nochmals: Man gebe ordentlich Gas, damit man in dieser Sache schnell voran komme. Auf Nachfrage bestätigte Fluck, dass es für das Baugebiet Kälberwaid III rund 100 Interessenten gebe. Wie viele auch mit dem Projekt "Kalte Nahwärme" in Verbindung mit Solarenergie mit gehen würden, wird die Zukunft zeigen.

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