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Mönchweiler Große Baustellen beim Digitalpakt

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Foto: © patrick – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Klaus Kuhnt vom Kreismedienzentrum berät Schulträger und Schulen bei der Umsetzung des Digitalpaktes – so auch die Gemeinschaftsschule Mönchweiler.

Mönchweiler. An der Gemeinschaftsschule ist Klaus Kuhnt im Moment tätig – gemeinsam mit Susanne Meßmer und ­Lothar Reiner von der Schulleitung und Lehrer Daniel Hornberger, stellte er das Medienkonzept der Schule vor und wies auf die größten "Baustellen" hin.

Die momentane Unterrichtsgestaltung hat mit der Umsetzung einem modernen methodischen Arbeiten nur sehr wenig zu tun. Doch genau dieses Arbeiten wird von den Schulen nicht nur gewünscht, sondern ausdrücklich gefordert. Denn für die Erfüllung des Bildungsplanes werden funktionierende digitale Medien benötigt.

Mehrere Umfragen im Haus hatten ergeben, dass sowohl Hard- als auch Software nicht wirklich ausreichen. Die auftretenden Nutzungsprobleme liegen vor allem im Bereich der Technik. Ungenügendes WLAN, Funktion und Anzahl der Endgeräte sowie die damit verbundene Organisation der Nutzung. Es fehlt an der nötigen Anzahl von Beamern, der Server ist anfällig und steigt öfters aus – alles in allem überhaupt kein befriedigendes Bild.

Hoher Bedarf an Medien

Die häufige Nutzung der vorhandenen Medienwagen und Laptops zeigen den hohen Bedarf an diesen digitalen Medien. Im Jahr 2018 hatte der Gemeinderat beschlossen, das ein Medienentwicklungsplan für die Gemeinschaftsschule aufgestellt wird. Ziel des Entwicklungsplans ist eine Ist-Aufnahme des Bestandes und eine gründliche Analyse der Ausstattung. Dem Plan wurden die zukünftigen digitalen Pädagogischen Herausforderungen gegenüber gestellt.

Das daraus entstehende "Lastenheft" wurde in verschiedene Lose aufgeteilt. Bis 2024 soll der Digitalpakt Schule laut Kultusministerium umgesetzt werden. Das Budget für die Gemeinschaftsschule beträgt 120 800 Euro. Der Schulträger hat von den förderfähigen Kosten mindestens einen Eigenanteil von 20 Prozent zu erbringen. Bis 30. April 2022 müssen die Mittel beantragt werden. Einige Fördermaßnahmen sind durch einen Höchstbetrag gedeckelt, so dass die Gemeinde die Anschaffungen finanziell unterstützen muss. So sind die mobilen Endgeräte mit 25 000 Euro gedeckelt. Die tatsächlichen Kosten werden in Mönchweiler bei rund 50 000 Euro liegen. Die gesamte Fördermaßnahme ist auf drei Jahre angelegt.

Für die GMS sind zwei Lose vordringlich: Zum einen braucht es dringend eine Erneuerung des Verwaltungsnetzwerks mit zwei PC für Verwaltungsanwendungen inklusive Bildschirm, ein Farbdrucker für das Rektorat, Anschluss des "Kiss"-Rechners über einen Belwü-Router (Belwü steht für Baden-Württembergs extended Lan und ist das Netz der wissenschaftlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg), ein PC als "Kiss"-Rechner (Kommunikationsinfrastruktur mit den Schulen des Landes Baden-Württemberg) und ein Laptop mit Dockingstation für die Schulleitung.

Veraltete Server

Zum anderen muss der anfällige und veraltete Server ausgetauscht und alle dazu erforderlichen Soft- und Hardwarekomponenten zur Verfügung gestellt werden. Von seiten der Gemeinde wurden bereits die elektrischen Arbeiten ausgeschrieben, die Angebote laufen ein. Alle notwendigen Arbeiten für die beiden Lose werden bei Fachfirmen angefragt und an den preisgünstigsten Bieter vergeben.

Für die Schule ist es besonders wichtig, dass sie bald möglichst mit einer sicheren Infrastruktur arbeiten können. Serverabstürze, Telefonausfälle und kein WLAN – das soll bald möglich der Vergangenheit angehören. "Das betrifft die Schule unmittelbar, täglich und muss dringend abgestellt werden."

Für die weiteren Lose stellte Hornberger schon einmal vor, wie eine optimierte Lösung aussehen könnte. So möchte man auf jeden Fall zwei Klassensätze mobile Endgeräte – also 40 Stück. Mit aufnehmen in die Lose will man auch einen guten Administrator. Das sei das A und O der Digitalisierung der Schule. "Man kann das nur extern lösen – sonst fallen wichtige Lehrerstunden weg, die besser pädagogisch ein gesetzt werden könnten".

Klar ist, dass man seitens der Gemeinde die Digitalisierung unterstützt. "Man muss allerdings ein gemeinsames Level finden – was kann und will ich dauerhaft für die Schule leisten", erklärte Kuhnt. Denn die laufenden Kosten bleiben auf jeden Fall an der Kommune hängen.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Lose eins und drei – die Erneuerung des Verwaltungsnetzwerks und des Servers. Die Kosten für die zwei Lose belaufen sich auf rund 28 000 Euro.

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