Vereinsvorsitzender Christian Eckel präsentiert die neue Kirche samt Friedhof, die den noch leeren Platz füllen wird. Foto: Siegmeier

Modellbahnfreunde Eschachtal öffnen Anlage im Stettener Rathaus. Nach knapp zehn Jahren am neuen Standort ist nahezu alles komplett.

Das Stettener Rathaus wird vor allem in der Vorweihnachts- und Weihnachtszeit ein Ort, der Jung und Alt zum Staunen und Entdecken einlädt. Während im Obergeschoss die Anlage der Modellbahnfreunde Eschachtal für strahlende Augen sorgt, ist es im Untergeschoss die Beuter-Krippe, ein wahres Prachtstück der Krippenkunst, die Jahr für Jahr interessierte Besucher aus nah und fern anlockt. Doch das ist eine andere Geschichte.

 

Vor knapp zehn Jahren haben die Modellbahnfreunde Eschachtal im Rathaus eine neue Bleibe gefunden und seither wird eifrig an der Anlage gebaut. Auf gut 30 Quadratmetern fahren hier nicht nur die Züge, sondern gibt es auch eine ganze Menge zu Entdecken. So findet sich da beispielsweise der Rottweiler Bahnhof mit allem Drum und Dran, und auch teile der Bahnhofstraße sind zu sehen.

Vom Dampfzug bis zum ICE ist alles anzutreffen

Gleich nebenan steht ein fiktives Dorf, doch auch hier herrscht geschäftiges Treiben, Leute sind unterwegs, eine Hochzeit wird gefeiert und vieles mehr. Stetten kann man ebenfalls finden, allerdings nicht als gebautes Miniaturdorf, sondern die Künstlerin Silke Mager hat es täuschend echt an die Wand gemalt. Nur das Rathaus, das wird als Miniaturgebäude im wahrsten Wortsinn ins Bild gesetzt.

Vereinsvorsitzender Christian Eckel freut sich, dass die Anlage nun endlich nahezu fertiggestellt ist und vor allem darüber, „dass die Züge fahren“. Vom Dampfzug bis zum ICE ist hier alles anzutreffen. Im Schattenbahnhof unter der Anlage warten die Züge auf ihren Einsatz.

Am Bahnhof warten die Passagiere auf der Stettener Modellbahnanlage schon auf die Züge. Foto: Siegmeier

Die Vereinsmitglieder hatten eine Menge Arbeit, bis die Anlage endlich genutzt werden kann. Vor allem das Verlegen der Schienen und die Elektrifizierung haben eine Menge Zeit und so manchen Geduldsfaden gekostet. Umso stolzer dürfen die Modellbahner nun auf das Ergebnis sein. Liebevoll wurde die Landschaft „möbliert“, mit Häusern, einer Tankstelle, einem Steinbruch, Bäumen, Seen, Kühen, Weinbergen und manchem mehr ausgestattet.

Pandemie verhalf Modellbahnhobby zur Renaissance

Man kommt aus dem Staunen kaum noch heraus. Seit der Pandemie erlebt das Modellbahnhobby eine wahre Renaissance, weiß Christian Eckel. „Der Modellbahnhersteller hatte in der Pandemiezeit seine besten Jahre und hat den Formenbau sogar ausgebaut“, informiert er.

Sogar eine beinahe schon historische Tankstelle gibt es zu entdecken. Foto: Siegmeier

„Viele Leute hatten noch Modellbahnen im Keller oder auf dem Dachboden, die jetzt wieder ausgepackt wurden“, sagt er weiter und hofft, dass sich die neu- oder wiederentdeckte Liebe zu den Modellbahnen auch beim Verein niederschlägt. „Wir können dringend fleißige Unterstützer brauchen“, lädt er ein.

Modellbahner bei Tausch- und Sammelbörse anzutreffen

Ab Sonntag, 17. Dezember, zur Eröffnung des Weihnachtswegs Eschachtal, öffnen auch die Modellbahner ihre Räume, von 14 bis 17 Uhr. Geöffnet ist zudem am 26. Dezember, am 30. Dezember und am 6. Januar. Am Sonntag, 7. Januar, findet dann die alljährliche große Tausch- und Sammlerbörse in der Rottweiler Stadthalle statt, bei der auch die Modellbahner samt Lokdoktor anzutreffen sind.