Nicht nur Tablets und Laptops, sondern auch Luftfilter fordert die Lehrergewerkschaft GEW Zollernalbkreis. Foto: Pedersen Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: GEW Zollernalb prangert Versäumnisse der CDU-Kultusministerin an

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Zollernalbkreis kritisiert wie Elternvertreter die Schulpolitik der Landesregierung, denn auch viele Lehrkräfte seien mit Susanne Eisenmanns Schulpolitik nicht zufrieden.

Zollernalbkreis. Die Bildungsgewerkschaft GEW hat nach den Worten ihres Kreisvorsitzenden Bernd Romer bereits zu Beginn des Schuljahrs wiederholt auf den Lehrkräftemangel im Schulamtsbezirk Albstadt hingewiesen und in Bezug auf Corona kritisiert, dass es kein brauchbares Konzept sei, die Schulen nur zu öffnen und Gelder für die Digitalisierung bereit zu stellen, wenn gleichzeitig so viele Lehrkräfte fehlten.

Inzwischen seien zwar viele Hilfslehrkräfte rekrutiert worden, so Romer, und auch einige digitale Endgeräte an den Schulen angekommen und die Kinder wieder im Unterricht, aber für den Einsatz in einem Lockdown oder einem ordentlichen Unterricht reichen nach Ansicht der Gewerkschaft weder die Lehrkräfte noch die Geräte und auch nicht das Know-how aus.

Ohne Abstandsmöglichkeiten, in voller Klassenstärke und mit ausgesetztem Klassenteiler sei der "fast reguläre Schulbetrieb" nicht nur für die Schüler unzumutbar, auch die Lehrkräfte und besonders die Schulleitungen seien über alle Maßen gefordert, so die GEW.

"Luftfilter erforderlich" 

Mit großer Disziplin seien Schüler und Lehrkräfte dabei, einander zu schützen, zu lernen und die Vorgaben einzuhalten. Aber das Lüften werde mit abnehmenden Temperaturen immer ungemütlicher.

Umso wichtiger wäre es nach Meinung des GEW-Kreisvorsitzenden Romer, "endlich mit System für gute Luft zu sorgen und Lüfter und vor allem auch Luftfilter in den Unterrichtsräumen und Sporthallen zu installieren".

Besonders die Kommunalpolitiker seien, so Romer, gefordert, sich die Schulen anzuschauen, die Schulleitungen zu unterstützen, Lüftungsanlagen aufzurüsten und vom Land finanzielle Hilfe für die Luftfilter anzufordern: "Das Staatsministerium in Stuttgart gönnt sich selbst diese Raumluftfilter schließlich auch."

Jetzt brauche es einen Plan und schnelles Handeln für Luftfilter und das Lüften im Winter, wenn ein sicherer, "fast regulärer Schulbetrieb" weiter stattfinden solle.

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