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Meßstetten "Es gibt hier kein schlechtes Bier"

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Maximilian Wydra Foto: Schwarzwälder Bote

Das Produkt, das Maximilian Wydra während seiner Ausbildung herstellt, ist eines der beliebtesten Getränke in Deutschland. Seinen Beruf hingegen erlernen nur wenige. Der 23-Jährige absolviert derzeit bei der Löwen-Brauerei in Elzach eine Ausbildung zum Bierbrauer.

Meßstetten. Natürlich trinkt Maximilian Wydra gerne Bier. Doch das ist nicht der Beweggrund, warum er sich für eine Ausbildung zum Brauer und Mälzer entschieden hat. Durch Umwege war der Meßstetter zu seinen Traumberuf gekommen. Ursprünglich studierte er nämlich Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Bayern. Das Studieren lag ihm nicht so sehr, wohl aber die Arbeit mit Lebensmitteln.

Wydra entschied sich dazu, in einer kleinen Brauerei das Handwerk erlernen. Die Löwenbrauerei, für die er extra nach Elzach zog, erfüllt alle seine Anforderungen: Insgesamt arbeiten im Brauereibetrieb sieben Personen, vieles wird noch von Hand gemacht, es gibt eine eigene Abfüllanlage. "Da steckt ganz schön was dahinter beim Bierbrauen", sagt Wydra. Vor allem das Wissen um die biochemischen Prozesse dürfe man nicht unterschätzen. Der Brauer ist dafür zuständig, dass das Bier stets die gleiche Qualität hat.

Wydra mag die Vielfalt seiner Arbeit. Er bekommt Einblick in das Biersieden, in das Abfüllen, in den Lagerkeller und in den Versand. Die Hopfenernte gehört eigentlich nicht zum Ausbildungsplan, dennoch hat Wydra Mitte September eine Woche lang in Mauern an der Donau, gelgen in der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt, bei der Ernte geholfen. Von morgens bis abends stand er in sechs bis sieben Meter Höhe hoch oben auf dem Traktor. "Das ist ziemlich anstrengend, weil fast alles von Hand gemacht wird", erklärt er. Zudem haben die Reben feine Härchen, welche ­ die Unterarme zerkratzen, wenn man keine langärmlige Kleidung trägt.

Auf dem Hof, von dem die Löwenbrauerei ihren Hopfen bezieht, wird Anfang September etwa drei Wochen lang von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang geerntet. "Da muss es schnell gehen, erklärt Wydra. Der Sommer, heiß und trocken, wie er war, hat dennoch eine gute Ernte beschert. Die Reben waren voller Dolden, die in Massen auf den Anhängern landeten.

Nach der Ernte werden die Dolden auf einer Darre zum Trocknen ausgebreitet. Im Silo wird der Hopfen schließlich rehydriert, bis die Feuchtigkeit genau zehn Prozent beträgt. Er soll bei der Lagerung weder zerbröseln noch schimmeln. Trotz der Anstrengung wertet Wydra die Hopfenernte als eine Bereicherung. Spannend fand er vor allem, dass er die Hofbesitzer mit all seinen Fragen löchern konnte.

Seine Entscheidung gegen das Studieren hat er nicht bereut

"Ich habe die Entscheidung, mein Studium abzubrechen, nicht bereut", sagt Maximilian Wydra. Dennoch möchte er nach seiner Ausbildung im Herbst kommenden Jahres nach Weihenstephan zurückkehren, um Diplombraumeister zu werden. Seit er in der Brauerei in Elzach arbeitet, hat sich auch sein Bierkonsum verändert. Gerne probiert er Sorten, die ihm noch unbekannt sind, und schmeckt die Aromen heraus. Am liebsten mag er Bockbier. "Das ist schön gehaltvoll und etwas Besonderes." Doch auch wenn die Diskussion um die beste Marke und das leckerste Bier mittlerweile zum Volkssport geworden ist, betont Maximilian Wydra: "In Deutschland gibt es kein schlechtes Bier."

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