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Meßstetten Die Gottesdienstbesuche wurden durch Fernsehmessen ersetzt

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Maria Deufel feiert heute ihren 90. Geburtstag. Foto: Kirschbaum Foto: Schwarzwälder Bote

Meßstetten-Hartheim. Maria Deufel ist als Älteste von drei Schwestern in die Bauersfamilie von Theresia und Franz Dilger hineingeboren worden. Am heutigen Mittwoch feiert sie ihren 90. Geburtstag.

Deufel schwelgt gerne in Erinnerung an frühere Zeiten. Gesundheitlich eingeschränkt wird sie liebevoll von ihren beiden Töchtern umsorgt, bei einer von ihnen ist Deufel nun eingezogen.

Der Rollator ist ihr ständiger Begleiter; er gibt ihr Sicherheit beim stehen. Doch jammern kennt die rüstige Seniorin nicht. Auch nicht hinsichtlich mancher Schicksalsschläge, die sie im Laufe ihres Lebens erleiden musste. Ihre Kindheit in Hartheim in den 1930er-Jahren war nicht einfach. Weil der Vater in Russland in den Krieg ziehen musste, waren Mutter und die Töchter laufe auf sich alleine gestellt; Deufel musste schon im Alter von neun Jahren mit vier Kühen die Äcker umpflügen.

Sechs Kinder hat sie großgezogen

Nach Abschluss der Schule arbeitete sie in der Filiale der Filiale der Trikotwarenfabrik Conzelmann, die im damaligen Lamm-Saal untergebracht war. 1953 heiratete sie Franz-Xaver Deufel, der von 1964 bis zur Gemeindereform Bürgermeister von Hartheim und danach bis 1984 Ortsvorsteher war. Gemeinsam betrieb sie mit ihrem Ehemann Xaver die Landwirtschaft.

Mit ihrem Mann, der 2002 verstorben ist, hat sie sechs Kinder bekommen und aufgezogen. Während er viel für die Allgemeinheit machte, hielt sie ihm stets den Rücken frei. Neben der Landwirtschaft war die Jubilarin oft im Hartheimer Gemeindewald unterwegs beim Pflanzen setzen und Freischneiden mit der Sichel. Ihr ganzes Leben hat die Jubilarin in Hartheim verbracht. Eine größere Reise unternahm sie 1984 mit der Pfarrgemeinde nach Rom. An die Audienz bei Papst Johannes Paul II. erinnert sie sich noch gerne.

Maria Deufel ist auch im hohen Alter noch recht aktiv. Seit der Gründung 1996 war Teil der Seniorinnen-Gymnastik-Gruppe. Erst vor drei Jahren wurde ihr der Sport zu beschwerlich.

Nach wie vor besucht sie auch gerne den Kaffee-Nachmittag der Frauengemeinschaft – sofern es ihre Gesundheit zulässt. Die sonntäglichen Gottesdienst-Besuche hat sie nun allerdings aus gesundheitlichen Gründen durch Fernseh-Gottesdienste ersetzt. Den Alltag geht die Jubilarin mittlerweile ruhig und gelassen an. Gelegentlich greift sie zu den Stricknadeln und versorgt ihre Liebsten mit Selbstgestricktem. Auch Ausflüge mit dem Auto in die nähre Umgebung bereiten ihr große Freude.

An ihrem Ehrentag kommen aber alle ihre Kinder mit den fünf Enkeln nach Hartheim zu Maria Deufel, um mit ihr den großen runden Geburtstag zu feiern.

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