Der Mann bedrohte Polizisten mit einem Messer. (Symbolfoto) Foto: Poko42_Stock.adobe.com

Einen Flüchtling aus Kamerun, der im Kreis Freudenstadt gemeldet ist, hat die Polizei am Donnerstag in Bonladen festgenommen. Er hatte Beamte mit einem Küchenmesser bedroht.

Freudenstadt - Jetzt sitzt der 28-Jährige in Untersuchungshaft. Dies geht aus einer gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Reutlingen hervor. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen ermitteln nun wegen des Verdachts eines besonders schweren Falls des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Dem Mann wird vorgeworfen, am Donnerstagmorgen in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonlanden Polizeibeamte mit einem Messer bedroht zu haben, die in einer anderen Sache in dem Gebäude tätig waren. Sie ermittelten gegen einen Bewohner der Unterkunft wegen eines Vermögensdelikts. Auf richterlichen Beschluss hin durchsuchten mehrere Polizeibeamte am Donnerstagmorgen das Zimmer des Bewohners, wo sich zu diesem Zeitpunkt auch der im Landkreis Freudenstadt amtlich gemeldete 28-Jährige aufhielt.

28-Jähriger aufgebracht über Beschlagnahmung seines Geldes

Aufgebracht über den Umstand, dass angeblich ihm gehörendes Geld zur Prüfung der Eigentumsverhältnisse beschlagnahmt wurde, sei er in die Küche gegangen, habe sich ein Küchenmesser gegriffen und damit Polizeibeamte bedrohte, die ihm nachgegangen waren. Ein Polizist zog seine Dienstwaffe; nach mehrfacher Aufforderung habe der Mann das Messer weggelegt.

Der 28-Jährige ließ sich anschließend widerstandslos festnehmen. Der Kameruner wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart noch am selben Tag dem Haftrichter dem Amtsgericht Nürtingen vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an.

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