Trotz Regen und trotz Fasnet andernorts: Rund siebzig Burladinger aus der Kernstadt und den Teilorten zeigten bei der ersten Mahnwache auf dem Rathausplatz in der Fehlastadt Flagge.
Sie bezogen Stellung gegen Hass und Hetze, hatten teilweise eigene Kerzen und Lichter mitgebracht aber auch eigene, bunt beschriftete Plakate. Auf dem größten stand „Für Demokratie, Toleranz, Vielfalt“, auf einem anderen „Nie wieder ist jetzt“ oder „Dankbarkeit für das Verständnis von Demokratie“.
Mit dabei waren auch Vertreter unterschiedlicher Fraktionen aus dem Gemeinderat, etwa der Gauselfinger Michael Eisele, CDU, Rosi Steinberg, Freie Wähler oder Manfred Knobloch und Peter Thriemer von den Grünen. Thriemer dankte den Teilnehmern für ihr Kommen, auch seinen Ratskollegen aus anderen Fraktionen und betonte noch einmal, dass die Veranstaltung überparteilich sei.
Nächste Mahnwache am Mittwoch, 21. Februar
Die Versammlung wurde zwar kurzfristig angekündigt, soll sich aber als Einrichtung etablieren. Gegenüber unserer Redaktion kündigten die Organisatoren an an das in vierzehn Tagen, auch wieder am Mittwoch, 21. Februar die nächste Mahnwache auf dem Rathausplatz stattfinden soll.
„Ich verneige mich vor ihnen“, kommentierte die Grüne Landtagsabgeordnete Cindy Holmberg und bekundete Respekt, dass sich die Burladinger an diesem Abend doch in so großer Zahl zusammen gefunden hatten. Das Ordnungsamt des Landratsamtes und eine Polizeistreife waren zugegen und hatten keinerlei Beanstandungen, denn die Kundgebung verlief ruhig und geordnet.