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Loßburg Heimat- und Kunstgeschichte leben auf

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Der 1777 erbaute Schmidsjergerhof lädt zum Besuch ein. Foto: Föttinger Foto: Schwarzwälder Bote

In Betzweiler in der Alten Dorfstraße stehen mehrere denkmalgeschützte Gebäude, die neben der evangelischen Kirche am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, zu besichtigen sind.

Loßburg-Betzweiler. In der Alten Dorfstraße 18 lädt der 1777 erbaute Schmidsjerger-hof, der früher eine Schmiede beherbergte, zum Besuch ein. Er wurde von Verena und Ernst Föttinger aus Fluorn-Winzeln in den Jahren 2010 bis 2014 restauriert, heißt es in einer Mitteilung.

Mit seinem von ockergelben Lisenen und türkisfarbenen Fensterläden geprägten, reich gestalteten, aber verdecktem Fachwerkgiebel und seiner Bauweise steht er für den besonderen Typus des Nordschwarzwaldhofs.

Bemerkenswert ist der Eckstein mit einem in Buntsandstein gehauenen Vers aus Psalm 127,1: "Wo der Herr nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wo der Herr nicht die Stadt behütet, so wachet der Wächter umsonst" und den Namen des Gründerpaares: Hans-Jerg Wösner, Dorothea Wösnerin. In der Galerie im ersten Stockwerk kann von 10 bis 18 Uhr eine Kunstausstellung mit Ölgemälden des Spätimpressionisten Otto Pippel aus München sowie luftig-bunten Landschaftsbildern von Walter Pippel und Aquarellen von Lore Pippel-Föttinger aus Garmisch-Partenkirchen besucht werden.

Das angegliederte Backhaus wurde aus historischen Materialien erbaut und lädt gelegentlich zu Kulinarischem aus dem Holzbackofen ein.

Einige Schritte weiter in der Alten Dorfstraße 24 steht der Gerberhof aus dem Jahr 1813, in dem früher Felle und Leder bearbeitet wurden.

Die renovierte Fassade mit den gelben Schindeln und den zartgrünen Fensterläden harmoniert mit den Lindenbäumen. Der reich gestaltete Giebel mit Sichtfachwerk in lehmiger Farbe auf Weiß ist bemerkenswert. Der Stall und die angrenzende Weide werden inzwischen von der achtköpfigen Ziegenfamilie des "Kultierhofs" von Esther Föttinger belebt. Auch Ziegenwanderungen werden angeboten.

Giebel des Gerberhauses erstmalig beleuchtet

Zum Gerberhof gehört der gegenüberliegende original erhaltene Kornspeicher aus dem Jahr 1810. Mit seinen typischen kleinen runden und eckigen Buntsandsteinöffnungen in der Natursteinmauer, die der Belüftung des gelagerten Getreides dienten, und dem tief in den Hang gebauten Erdkeller ist er zweckmäßig gebaut. Neben der Eingangstür wurde eine Knechtskammer bereitgestellt.

In den vier Etagen mit schmalen Treppen mit Lagerungsmöglichkeiten für Kartoffeln, Sauerkraut, Kohl, Brot, Most, Äpfel und Getreide können verschiedene Gerätschaften zur Versorgung mit Nahrung und Kleidung begutachtet werden.

Am Vorabend zum Tag des offenen Denkmals, am Samstag, 8. September, wird der Giebel des Gerberhauses erstmalig beleuchtet.

Den Einstieg in die Alte Dorfstraße Betzweiler bildet die 1927 erbaute expressionistische evangelische Dorfkirche Betzweiler. Der neben der Taborkirche in Freudenstadt einzige expressionistische Kirchenbau im Landkreis Freudenstadt ist am Tag des offenen Denkmals ebenfalls den ganzen Nachmittag geöffnet und wird den Besuchern mit kunsthistorischen Führungen um 14 Uhr und 15.30 Uhr erschlossen.

Für eine der Führungen konnte der ehemalige Pfarrer in Betzweiler Wälde, Markus Lautenschlager, gewonnen werden. Vor und nach den Führungen lädt die evangelische Kirchengemeinde die Besucher zum Verweilen auf dem Vorplatz der Kirche bei Kaffee und Kuchen ein. Parkplätze sind unmittelbar gegenüber der Kirche bei der Volksbank.

 
 

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