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Lockdown in Königsfeld Betreiber reagieren verschieden auf Corona-Maßnahmen

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Der zweite Lockdown steht bevor. Vor allem Hotels und Restaurants haben es nun schwer. (Symbolfoto) Foto: Redzen – stock.adobe.com

Königsfeld - Die einen sind enttäuscht darüber, was wegen des Coronavirus entschieden wurde, die anderen können es nachvollziehen. Lesen Sie mit (SB+), wie die Königsfelder Unternehmer und Betreiber von Vereinen den Lockdown bewerten.

Der zweite Lockdown wurde bekanntgegeben und sorgt für große Veränderung. Vor allem Vereine, Clubs, Hotels und Restaurants haben es nun schwer. Für viele Unternehmer Königsfelds stellen die Einschränkungen ein großes Problem dar.

Karl Hummel, Inhaber des Gasthauses zum Engel in Neuhausen, berichtet davon, wie man jüngst wieder mehr Besucher bedienen konnte und eigentlich auch bereits spezielle Angebote geplant gewesen waren. In den vergangenen Tagen hätte sich dann für ihn schon abgezeichnet, dass ein erneuter Lockdown in Betracht gezogen werden müsste. "Jetzt steht alles still", erzählt Hummel. Man würde aber planen, in den nächsten vier Wochen einen Abholservice mit Klassikern anzubieten. Diese könnten dann vorbestellt und im Viertelstundentakt abgeholt werden. "Wenn es hilft, ist es gut", betont er. Er versteht, dass etwas getan werden muss und es sei besser, wenn man vorerst ganz schließen würde. Wäre noch ungewiss, ob man den Betrieb noch weiterlaufen lassen dürfte, würde das nur zur vergeudeten Anstrengungen führen, meint Hummel.

Chefs zeigen sich von Maßnahmen enttäuscht

Im Hotel und Restaurant Il David sieht das etwas anders aus. Auch hier schließen die Türen ab Montag. Ein großes Problem für den Geschäftsführer Daniele Triscari ist jedoch, dass zunächst Mengen an Lebensmitteln weggeworfen werden müssten. Dazu kommt, dass zahlreiche Reservierungen verfallen würden und man bereits die Renovierung der Gebäude geplant hatte. "Die Handwerker sind schon im Haus", berichtet er und alles müsste jetzt erstmal neu überdacht werden. Trotzdem sieht er ein, dass die Maßnahmen gerechtfertigt sind. Man könne aber von einer "schönen vergangenen Saison" sprechen, weshalb auch hier im Moment keine Gefahr für das Hotel bestehe.

Auf das Hilfspaket der Regierung hofft man stattdessen in der "Schappelstube". Auch hier wird man noch von Ungewissheit geplagt. Für Geschäftsführer Gerffeson Da Silva bedeutet der Lockdown zunächst natürlich weniger Kunden und somit weniger Umsatz. Die Überlegungen für einen Lieferservice in nächster Zeit sind noch offen, denn Da Silva muss selbst erst abschätzen, ob sich so etwas lohnen würde.

Bis jetzt stehe man noch nicht vor einer Existenznot, würde aber nicht verstehen, wieso das Restaurant wieder schließen müsse. "Wir haben uns an alles gehalten, egal ob Abstand, Masken oder das Sammeln der Kontaktdaten", erzählt er. Man hätte so viel Mühe investiert, nur um jetzt wieder erneut schließen zu müssen. Wie bereits bei den Geschäftsführern zuvor, hält auch er die Maßnahmen von Privatpersonen für gerechtfertigt, ist aber von den Entscheidungen der Regierung, die Restaurants abzuriegeln, enttäuscht.

Vereine sind stark betroffen

Nicht nur in der Gastronomie, auch im Sportbereich zeigt sich Unverständnis. "Wir sind doch diejenigen, die dafür sorgen, dass die Menschen stabil und gesund bleiben", empört sich Christiane Potschaske, Vorsitzende des Tennisclubs Königsfeld. Man hätte extra Kurse angeboten, um den Menschen während der Krisenzeit zu helfen und sie körperlich fit zu halten.

Sie selbst empfindet den aktuellen Lockdown fast als schlimmer als die erste Welle Anfang des Jahres. Denn in den vergangenen Monaten hätte sich langsam alles wieder erholt, erzählt sie. Die Mitglieder wollten gerade wieder kommen, als nun die nächste Welle eingebrochen war und die Pläne zunichte gemacht hätte.

Potschaske ist der Meinung, man hätte die neuen Regelungen viel individueller an die jeweiligen Betriebe und Vereine anpassen müssen. Sie selbst könne im Moment noch nicht sagen, ob der Verein in Existenznot geraten werde. "Es sieht aber nicht gut aus, eine Krise ist für uns definitiv möglich", überlegt sie.

Auch Dietmar Eschner, Vorsitzender des FC Königsfeld, gibt bekannt, dass man im Fußballverein "alles dicht" gemacht hätte und in nächster Zeit nicht mehr spielen könne. Wie sich die Veränderung dort auswirken wird, sei noch nicht klar, aber man hoffe, dass sich alles bald wieder beruhige, da man doch viele Ausgaben hätte, zu denen nun die Einnahmen fehlen würden, erklärt Eschner.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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