Im Seminarraum erfahren die Kinder viel Wissenswertes über die gefiederten Mitarbeiterinnen des Steinefurthofs. Foto: Rebecca Gaiser

Auf dem Steinefurthof bei Binsdorf leben rund 30 000 Legehennen. Der landwirtschaftliche Betrieb von Familie Hölle ist einer der Höfe im Zollernalbkreis, die als „Lernort Bauernhof“ qualifiziert sind.

Jüngst war die Klasse 3 und 4 der Grundschule Binsdorf-Erlaheim mit ihren Lehrern Manuel Mantei und Laura Höpken auf dem Steinefurthof. Sie staunten über Tausende Hennen, die dort leben.

Wenn man zu dem riesigen Gelände fährt, kann man gleich ein großes Freilandgehege sehen mit vielen Hühnern. Neben der Außenanlage befindet sich der Stall und darin ist auch der geräumige Seminarraum. Durch viele Fenster hindurch kann man von diesem aus die Hühner beobachten.

Mancher hat noch nie ein Huhn aus der Nähe gesehen

Tina und Jana Hölle erzählen von ihrem Familienunternehmen. In ihrer Präsentation und den Erklärvideos lernt man das Huhn „Rita“ und die Eierhöfe in Baden-Württemberg kennen.

Nach einer kurzen Fragerunde geht es weiter: Ein Huhn wird aus dem Stall geholt und kommt zu den Besuchern in den Seminarraum. Manche Kinder haben noch nie ein Huhn aus nächster Nähe gesehen, und sogleich kommen die ersten Fragen.

Eier rollen auf dem Förderband über die Straße

Dann betrachten sie einen Hühnerfuß genauer: Er hat drei große Zehen nach vorne und eine kleinere Zehe nach hinten. Die Füße sind mit gelben Hornschuppen bedeckt. An einem lebendigen Tier entdeckt man viel mehr als auf gedruckten Bildern.

Dann geht es gleich in die Produktion: Im Nestbereich haben die Hühner schon Eier gelegt und diese werden gleich auf das Eierband gelegt. Auf diesem wird jedes über die „Eierstraße“ auf die andere Straßenseite transportiert.

Jedes Ei kommt in die Durchleuchtungskammer

Angekommen in der Packstation wird vorsortiert und die Eierkennzeichnung gestempelt. Nach einer Kontrolle gelangen jeweils 30 Eier auf Kartons. Diese werden gestapelt und anschließend zwischengelagert.

In der Packstelle, wird noch ein weiteres Mal die Qualität kontrolliert: Jedes einzelne Ei wird mittels der „Durchleuchtungskammer“ genau geprüft. Dann werden die Eier in Zehner-Schachteln verpackt und ausgezeichnet.

Eierlauf und Wissensquiz

Für Kindergartenkinder steht nach so viel Wissenswertem ein Eierlaufrennen auf dem Programm. Was für ein Spaß!

Für Schulkinder ist im Seminarraum ein altersgerechtes Quiz vorbereitet, in dem das Gelernte wiederholt wird. Darin werden beispielsweise diese Fragen gestellt: Wieviel trinken oder fressen Hühner? Und es gibt eine Schätzfrage, wieviele Eier in einer Pyramide stecken.

Zum Abschluss dürfen die Kinder die Hühner füttern. Das allerdings kann jeder, auch spontane Familienbesucher: An einem Automaten kann man Körner kaufen und dann mit dem eigenen Kind die Hühner füttern. Im Hofladen daneben verkaufen die Hölles unter anderem Eier und Produkte aus der Region.

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