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Leichtathletik Elena Burkard geht auf Risiko

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Elena Burkhard hat sich viel vorgenommen. Foto: Eibner

Im portugiesischen Lissabon stehen am Sonntag die Europameisterschaften im Crosslauf an. Bereits zum dritten Mal geht dabei Elena Burkard von der LG farbtex Nordschwarzwald ins Rennen – und das als aussichtsreichste Deutsche.

Nach dem frühen Saisonaus vergangenen Mai konnte Burkard in den zurückliegenden Wochen aber bereits wieder zeigen, dass sie die klare Nummer eins im Deutschen Crosslauf war und ist. Diese Vorreiterstellung bewies Burkard in den vergangenen beiden Jahren, als sie jeweils Deutsche Meisterin im Crosslauf wurde. Und damit nicht genug: Bei den letzten beiden Europameisterschaften belegte Burkard die Plätze fünf und sechs, etablierte sich eindrucksvoll auch in der europäischen Spitze.

Für die anstehende Cross-EM hat sich Burkard daher auch wieder einiges vorgenommen. Vor allem wenn man das Ergebnis aus dem Vorjahr anschaut, dürfte Burkard zumindest in den erweiterten Favoritenkreis gezählt werden. Mit der ehemaligen Kenianerin Yasemin Can aus der Türkei geht zwar die dreimalige Cross-Europameisterin und Titelverteidigerin ins Rennen, allerdings hatte auch sie seit Juli mit Verletzungen zu kämpfen und wird in Lissabon quasi ohne Vorleistung starten.

Starke Konkurrenz

Ganz anders hingegen Karolin Bjerkeli Grovdal aus Norwegen. Neben Can war Grovdahl auch bei den letzten drei Europameisterschaften jeweils auf dem Podium und sicherte sich jeweils die Bronzemedaille. Grovdahl stand allerdings am 30. September noch im WM-Finale über die 3000m Hindernis und machte danach erst einmal Pause. Inwieweit sie schon wieder in Form ist wird sich erst am Sonntag zeigen.

Ansonsten ist keine weitere Läuferin neben Burkard der letztjährigen Top Sechs am Start. Die starken Britinnen sind allerdings immer zu beachten. 2018 kamen gleich vier Läuferinnen von der Insel direkt hinter Burkard auf den Plätzen sieben bis zehn ins Ziel. Charlotte Arter dürfte hier auch in diesem Jahr die stärkste im britischen Team sein. Sie kam in den letzten beiden Jahren jeweils einen Platz hinter Burkard ein.

Die Spanierin Tirhas Gebre mit äthiopischen Wurzeln ist eine weitere Läuferin, die sich in den letzten Jahren immer zwischen Rang sieben und dreizehn platzierte. Roxanna Barca aus Rumänien, die 2017 hauchdünn vor Burkard als Vierte eingekommen war, steht auch in der Startliste. Nach ihrem 34. Platz im letzten Jahr steht allerdings ein großes Fragezeichen hinter ihrer Form.

Noch zu beachten dürfte mit Meryem Akdag eine weitere Türkin sein. Akdag stammt ebenfalls ursprünglich aus Kenia und holte vor drei Jahren hinter Teamkollegin Can die Silbermedaille. Seither konnte sie allerdings nicht mehr an den damaligen Erfolg anknüpfen.

Klare Mitfavoritin

Aufgrund der Tatsache, dass Elena Burkard bis auf die türkische Titelverteidigerin Can und die Norwegerin Grovdahl bereits alle für Sonntag gemeldeten Läuferinnen in den letzten beiden Jahren schlagen konnte, muss man die Nordschwarzwälderin daher ganz klar als Mitfavoritin nennen. Und dessen ist sie sich auch bewusst: "Ich bin gespannt was ich wirklich drauf habe. Der Deutsche Crosscup in Darmstadt vor zwei Wochen hat sich schon echt gut angefühlt. Aber schwer zu sagen wie fit ich wirklich bin, weil die Konkurrenz ja nicht so stark war", blickt die Nordschwarzwälderin auf das Nominierungsrennen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes zurück.

In Darmstadt wies sie aber immerhin die U 23-Vizeeuropameisterin Miriam Dattke mit 18 Sekunden Vorsprung deutlich in ihre Schranken, was für eine starke Form Burkards spricht. "Ich habe letzte Woche nochmal gut trainiert und freue mich wenn es endlich losgeht. Ich werde einfach mal schauen was die Spitze macht und mitgehen solange es geht", sagt Burkard.

Auch Trainer vor Ort

Besondere Unterstützung bekommt Burkard zudem von ihrem Nordschwarzwälder Heimtrainer Jörg Müller, der mit seiner Ehefrau das Rennen vor Ort anschauen wird. Welche Klasse im Crosslauf aus der Region kommt, zeigt auch die Nominierung von Domenika Mayer. Die gebürtige Nagolderin startete früher ebenfalls für die LG farbtex Nordschwarzwald und wechselte später berufsbedingt zur LG Regensburg.

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