Psst! Welche Geheimnisse der Börstinger Wald zu verbergen hat, können Besucher im neuen Escape Room herausfinden. Zu sehen ist Betreiberin Cecilia Masching. Foto: Vanessa Lehmann

Die LaserHall in der ehemaligen Kohlensäurefabrik in Börstingen bekommt Zuwachs: Seit Januar gibt es einen Escape Room. Zwei weitere werden folgen. Betreiber Johannes Müller und Cecilia Masching erzählen von den Rätsel-Räumen.

In der LaserHall in Börstingen gibt es eine spannende Neuerung. Rätsel-Liebhaber können in den neu gestalteten Escape Rooms nun voll auf ihre Kosten kommen. Das Besondere an den Räumen: Sämtliche Rätsel, die es zu lösen gilt, stammen von den beiden Betreibern Johannes Müller und Cecilia Masching selbst.

 

Bei einem Escape Room handelt es sich um ein Spiel, bei dem eine Gruppe innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits, meistens 60 Minuten, verschiedene Rätsel lösen muss, um eine Mission zu erfüllen und den Raum wieder verlassen zu können.

Kein Raum von der Stange Schon vor der offiziellen Eröffnung der Halle im Jahr 2019 haben Masching und Müller darüber nachgedacht, einen Escape Room zu eröffnen. Konkret geworden sei das Ganze dann vor rund einem Jahr. „Wir haben uns dann erstmal sachkundig gemacht. Es gibt ja keine Escape-Room-Bauer“, so Müller.

Was den beiden besonders wichtig war: Kein Raum von der Stange. Es gibt die Möglichkeit, einen bereits vorgefertigten Raum zu kaufen. „Wir wollten den Raum selbst machen, so dass es ein Einzelstück ist“, berichtet Masching. Bis so eine Spielidee wirklich ausgereift ist, kann schon mal ein Vierteljahr vergehen. „Wir machen die Lasertag-Arena nur als Nebenjob, wir sind beide in Vollzeit tätig.“

Regionaler Bezug wichtig Besucht werden können die Räume ab zwei Personen. Der erste Raum, der den Börstinger Wald darstellt, kann bereits gespielt werden. Nach den Osterferien folgt der zweite Raum mit dem Thema „Gasexplosion in der Werkstatt“. Der dritte Raum „Ausbruch aus der Schule“ befindet sich zurzeit noch im Bau.

Was den Betreibern wichtig war: Einen regionalen Bezug herstellen. Die LaserHall und die neuen Escape Rooms befinden sich in einer alten Kohlensäurefabrik. Wer bei einem Besuch darauf achtet, wird noch einzelne Überbleibsel dieser Fabrik finden.

Rätseln liegt voll im Trend Dieser Trend schlägt sich auch in den Spielwarenregalen nieder. Mittlerweile können sich Rätsel-Begeisterte Escape-Spiele für zuhause kaufen. Wieso sollte man trotzdem einen Escape Room ausprobieren? „Ein Besuch im Escape Room unterscheidet sich von den Spielen für zuhause darin, dass die Spieler stärker in eine andere Welt eintauchen, weil das Haptische da ist“, so Masching.

Der größte Unterschied liegt für die Escape-Room-Betreiber jedoch im Spielleiter: „Es gibt einen Spielleiter, der die Gruppen nonstop begleitet. Er kann viel punktgenauer ein Szenario erzeugen und viel besser aus Sackgassen helfen, als wenn man allein mit der Anleitung im Wohnzimmer sitzt.“ So könne das Niveau ständig an die Gruppe angepasst werden. „Wir wollen, dass die Gruppe eine gute Zeit hat.“ Masching und Müller sind selbst Spielleiter und sind begeistert: „Es ist echt faszinierend, die verschiedenen Arten zu beobachten, wie die Gruppen kommunizieren.“

Ein Gemeinschaftserlebnis Escape Rooms sind laut Cecilia Masching und Johannes Müller auch Zufluchtsorte: „Man kann aus der eigentlichen Welt ausbrechen und in eine neue Welt eintauchen, alles abschalten und sich um Rätsel kümmern.“ „Es gibt ein Verbot, das Handy mitzunehmen. Laptops, E-Mails, alles, was uns unterbricht, ist nicht da“, so Müller. „Es ist ein ultimatives Gemeinschaftserlebnis.“

Das Escape-Room-Erlebnis endet laut Maschig auch nicht, nachdem die Rätsel gelöst wurden. „Man unterhält sich über die gemeinsame Unternehmung, man nimmt es mit.“ Das können die Besucher im neuen Aufenthaltsraum, den die beiden selbst renoviert haben. Und von den Besuchern erhalten sie positives Feedback: „Es ist anspornend, wenn ein Gast zurückschreibt ‚das war richtig gut‘ und es bedauert, dass er den Raum nur einmal spielen kann“, erzählt Müller begeistert.

Der neue Aufenthaltsraum, in dem sich die Gruppen nach einer gelungenen Rätselrunde austauschen können. Rechts hängt noch ein altes Foto der Kohlensäurefabrik Foto: Vanessa Lehmann

Die LaserHall mit Escape Room hat freitags, samstags und sonntags geöffnet. Firmen können die Halle auch unter der Woche exklusiv buchen. „Jeder Chef freut sich, wenn er mit der Belegschaft was unternehmen kann, ohne dass Kunden anrufen.“ So könne man sich die gemeinsame Zeit ganz bewusst nehmen.

Weitere Informationen zu den Escape Rooms gibt es auf der Website unter www.laserhall.de oder unter Telefon 074863/9 28 65 75.