Auch die Schönbronner wollen eine Geschwindigkeitsreduzierung im Ort. (Symbolbild) Foto: Erick - stock.adobe.com

Am Donnerstagabend werden in der öffentliche Sitzung des Gemeinderats die Maßnahmen des Lärmaktionsplans in Wildberg entschieden. Mit den Ergebnissen der Berechnungen ist nicht jeder zufrieden, wie auch unsere Leser Bettina Kugel und Roland Wolfer klarstellen.

Seit Wochen verfolgen wir die Artikel zum Thema Lärmschutz im Stadtgebiet. Für teures Geld wurde ein Lärmschutzgutachten erstellt. Merkwürdigerweise wurde festgestellt, dass es in Schönbronn keinen Bedarf an Lärmschutzmaßnahmen gibt.

 

Wir sind seit acht Jahren wegen dieses Themas mit der Stadt Wildberg in Kontakt. Auch wissen wir von weiteren Bürgern und Bürgerinnen an der Durchgangsstraße, die sich wegen dieses Themas mit der Stadtverwaltung in Verbindung gesetzt haben. Erst im letzten Jahr wurde eine Unterschriftensammlung gestartet.

Warum man nicht einfach die Bürger fragt beziehungsweise auf Gutachten zurückgreift, die es schon gibt, verstehen wir bei der prekären Finanzlage der Stadt nicht.

Mit 90 km/h durch 30er-Zone

Wir schlagen für alle Durchgangsstraßen eine Geschwindigkeit von 40 Kilometer pro Stunde und für die Nebenstraßen Tempo 30 vor. So wird es in Neubulach schon einige Zeit mit Erfolg praktiziert.

Wir wohnen in einer 30er-Zone, in der nachweislich durch mobile Messanlagen knapp 70 Prozent der Fahrzeuge zu schnell sind, es wurden sogar schon 90 Kilometer pro Stunde gemessen. Trotzdem sieht die Stadtverwaltung keinen Handlungsbedarf. Originalton: „Wenn wir hier etwas machen, dann wollen es alle.“

Radarfallen bringen leider nichts

Leider bringen mobile Radarfallen nichts, da bereits während dem Aufbau dieser, es in den bekannten Blitzerapps veröffentlicht wird. Die restlichen Fahrzeuge werden durch Lichthupe gewarnt. Die veröffentlichten Ergebnisse über solche Messungen sind realitätsfern.

In den Tourismus wird in Wildberg einiges investiert, zum Beispiel in Form von Broschüren und eine Präsenz auf der CMT. Die Touristen, die man gewinnen möchte, wollen mit Sicherheit eine erholsame Zeit in Wildberg verbringen. Hierfür ist eine Verkehrsberuhigung und Lärmreduzierung Voraussetzung – in den Orten und auch auf den Straßen und Wegen, die als Fahrradwege gekennzeichnet sind.

Auch der Ortscheck des Schwarzwälder Boten zeigte, dass in Wildberg nicht nur zu diesem Thema einiges im Argen liegt.

Bettina Kugel und Roland Wolfer, Schönbronn

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