Seit fast zwei Jahren lockt das „Kurt – Genuss und Keramik“ in der Gustav-Schwab-Straße mit einer Mischung aus Gastronomie und Töpferwerkstatt. Dafür sucht Inhaberin Sonja Börner nach neuen Ideen und Formaten – erfolgreich, wie eine neue Veranstaltungsreihe zeigt.
Im „Kurt – Genuss und Keramik“ kann nicht nur geschlemmt und geplaudert werden, auch mit den Töpferkursen hat das Team rund um Inhaberin Sonja Börner den Puls der Zeit getroffen. Neben buchbaren Töpferkursen für Einzelpersonen und Gruppen bietet Börner jeden letzten Montag im Monat das „freie, chillige Malen“ an. „Jeder kann vorbeikommen“, erklärt sie, es seien keine Vorkenntnisse erforderlich.
Schon zum zwölften Mal wird gemeinsam gemalt
Zum mittlerweile zwölften Mal trifft man sich also wieder am kommenden Montag, 25. März, in den Kreativräumen in der Gustav-Schwab-Straße zum gemeinsamen Malen und Zeichnen – „weil es in der Gruppe einfach richtig Spaß macht“, berichtet die gelernte Keramikerin. Sie zeigt sich sichtlich erfreut, dass „ihr Kurt“, die Erfüllung eines Herzenswunsches, seit der Eröffnung im Sommer vor zwei Jahren, so gut angenommen wird. Um einen Tisch zum Frühstück, Abendessen oder einfach für ein Glas Wein zu bekommen, muss mittlerweile stets im Vorhinein reserviert werden. Doch dafür denkt sich Börner immer wieder frische Formate aus und ist offen für neue Angebote und Ideen.
So auch für die Idee von Julia Müller, die Pastorin beim Bund Freier Evangelischer Gemeinden (BFeG) ist, und im vergangenen Advent das Format „Kirche im Café“ ins „Kurt“ gebracht hat. Aus dem Versuch, „Kirche einmal ganz anders zu erleben und Gottesdienst ganz anders zu feiern“, so Julia Müller, sei mittlerweile eine feste Veranstaltungsreihe entstanden, die jeden letzten Sonntag im Monat Menschen jeden Alters ins „Kurt“ lockt.
Modernes Gottesdienst-Konzept „passt gut in den Laden“
„Der christliche Glaube bereichert mich total“, erklärt Müller. Als BFeG-Pastorin habe sie keinen festen Standort in Schwenningen, sondern suche stets nach modernen und attraktiven Formen, um den Glauben im Alltag zu leben und anderen vermitteln zu können.
Mit dem Format „Kirche mittendrin“ wolle man „mitten in der Stadt sein“, sagt sie. „Kurt“-Inhaberin Sonja Börner war sofort begeistert von ihrer Idee gewesen, die Komponenten Café und Kirche miteinander zu verbinden. „Das passt gut in den Laden“, findet Börner.
Ausprobieren, Entdecken, Sich-Überraschen-Lassen
Immer von 15 bis 18 Uhr ist also Café-Zeit, dazwischen findet rund 45 Minuten ein kleiner Gottesdienst statt, in dem es Impulse durch das siebenköpfige Organisationsteam gibt, in dem aber auch viel gesungen und Musik gemacht wird. Auch Kinder sind willkommen und können an einem separaten Tisch spielen und basteln. Für Julia Müller ist jeder Café-Gottesdienst ein Ausprobieren, Entdecken und Sich-Überraschen-Lassen aufs Neue. Denn auch wenn die Besucherresonanz bisher gut, besser gesagt stets steigend war, wisse sie nie genau im Vorhinein, wer kommt.
Und kommen kann, wer möchte. „Man muss nicht wissen, wie Kirche geht“, betont die junge Pastorin, die einlädt, sich ganz einfach einzulassen und „Raum für Neues, für Gott zu schaffen“.
Veranstaltungen im „Kurt“
„Kirche im Café“
Am kommenden Sonntag, 24. März, 15 bis 18 Uhr, lädt Pastorin Julia Müller zusammen mit ihrem Team zu Kaffee, Kuchen und vielseitigen Gesprächen ein. Gegen 16 Uhr findet ein kleiner Gottesdienst statt.
„Freies, chilliges Malen“
Zum Kreativsein in der Gruppe lädt „Kurt“-Inhaberin Sonja Börner am kommenden Montag, 25. März, 18 bis 21 Uhr in die Gustav-Schwab-Straße 8a ein. Mal- oder Zeichenpapier, Bleistift, Farbstifte, Aquarellfarben,
Gouache oder Kohle sind mitzubringen. Es ist auch möglich, Keramik aus der Töpferwerkstatt zu bemalen. Anmeldung unter www.kurtgenussundkeramik.de