Für dieses Jahr sind im Kurhaus in Schömberg 13 Hochzeiten bereits fest gebucht. Foto: Thomas Fritsch

Nach der Corona-Pandemie wird wieder fleißig gefeiert. Allerdings sind auch die Preise drastisch gestiegen. Jetzt wird auch noch die Miete im Schömberger Kurhaus wesentlich teurer.

Die Mieten für die Nutzung des Kurhauses in Schömberg waren zuletzt zum 1. Januar 2020 angepasst worden. Das war kurz vor der Corona-Krise. Ab 1. März wird es teurer. Vor allem für halbe Tage ist es dann erheblich kostspieliger.

 

Tarife Derzeit kostet es 29,75 Euro die Stunde, um das Foyer des Kurhauses in Schömberg für eine Stunde zu mieten. Zum 1. März werden es dann 40 Euro. Wer das Foyer den ganzen Tag mieten will, bezahlt ab März 200 Euro. Wer den Lesesaal den halben Tag nutzen möchte, bezahlt künftig 250 statt 150 Euro. Für den ganzen Tag werden 400 statt 300 Euro fällig. Der Silbersaal kostet den halben Tag künftig 300 statt 200 Euro, den ganzen Tag 500 statt 400 Euro.

Der Säulensaal kostet ab 1. März den halben Tag 400 statt wie bisher 250 Euro und den ganzen Tag 600 statt 500 Euro. Für den Großen Saal müssen ab 1. März den halben Tag 700 statt wie bisher 450 Euro bezahlt werden. Für den ganzen Tag werden 1100 statt 900 Euro fällig.

Ulrich Döbereiner, Leiter der Touristik und Kur (TuK) Schömberg, räumte in der Sitzung des Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss am Dienstagabend ein, dass die halben Tage im Verhältnis zu den ganzen Tagen wesentlich teurer werden. Für den halben Tag fielen jedoch auch nicht die halben Kosten im Vergleich zum ganzen Tag, sondern höhere Kosten an, begründete Döbereiner die Preispolitik. Aus Sicht der TuK sei die Erhöhung moderat, fügte er hinzu. Schömberg liege mit seinen Preisen etwa auf dem Niveau von Bad Herrenalb. „Bad Wildbad ist etwas günstiger“, sagte er. Der Ausschuss billigte die Erhöhungen einstimmig.

Höhere Nachfrage wegen der Schließung in Bad Liebenzell

Zahl der Veranstaltungen TuK-Leiter Döbereiner berichtete, dass es im Kurhaus einschließlich der Angebote der Vereine im vergangenen Jahr 180 Veranstaltungen gegeben habe. Außerdem seien 2023 zehn Hochzeiten gefeiert worden. In diesem Jahr sind bereits 13 Hochzeiten und zwei Abibälle fest gebucht.

Gemeinderat Tino Bayer (UWV) äußerte Bedenken, ob wegen der Kostensteigerungen die Nachfrage nachlassen könnte. Gemeindekämmerer Ralf Busse gab zu bedenken, dass im Raum Böblingen mehr bezahlt werden müsse. „Ich halte die Preise für günstig“, sagte Busse. Joachim Zillinger (CDU) wollte wissen, ob die Nachfrage für das Kurhaus in Schömberg wegen der Schließung des Pendants in Bad Liebenzell „exorbitant nach oben“ gehe.

Er regte in dieser Frage mit den Nachbarkommunen zu kooperieren. Döbereiner antwortete, dass die Touristik und Kur an den Anfragen merke, dass das Kurhaus in Bad Liebenzell derzeit geschlossen sei.