Mit einer Vernissage wurde in der Galerie Wilhelm Kimmich die Ausstellung »Salix Alba – Weidengeschichten« von Beate Axmann eröffnet.
Nach einer musikalischen Begrüßung durch das Duo »Saxaccord« mit Claudia Schmid am Akkordeon und Michael Weller am Saxophon begrüßte Hubert Nagel, stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins Wilhelm Kimmich, die zahlreichen Gäste in der Galerie.
„Man glaubte stellenweise in den Klängen des Musikstücks zu hören, wie sich Weiden im Wind rauschend hin und her bewegen“, leitete er zum Thema der Ausstellung über.
Im Anschluss führte Kunstwissenschaftlerin Susanne Ramm-Weber das Publikum in die Ausstellung ein. So sei das Thema der Ausstellung eines, welches die Künstlerin schon länger immer wieder fasziniert: Salix Alba, die Kopfweide oder genauer, die Silberweide. Bereits 2008 hat sie ihre ersten Werke zu dieser Thematik gestaltet. Diese sind nun mit zahlreichen neuen Werken zum Thema ausgestellt.
Kopfweiden, so sagte die in Mühlenbach unweit von Haslach aufgewachsene Künstlerin, finde sie an den Zuläufen zur Kinzig. Es fasziniere Beate Axmann, wie im Frühjahr die Triebe ihre Kraft entfalten und in alle Richtungen streben, erklärte Ramm-Weber dem Publikum. Die frühen Arbeiten der Künstlerin zu diesem Thema seien sehr grafisch geprägt.
Arbeiten mit Tusche
Außerdem zeigten sie die jüngsten Versuche der Künstlerin, mit dem schnellen Arbeitsmaterial, der Tusche, umzugehen. Die früheren Bilder – welche in reinem schwarz-weiß mit gelben Akzenten, welche den Grundcharakter der Bilder etwas aufhellen und dem einen lebendigen Kontrast geben, gehalten sind – seien nun ergänzt durch farbige Bilder.
Ihre künstlerischen Fähigkeiten hat Beate Axmann immer weiterentwickelt. Zur maßgeblichen Weiterentwicklung trugen mehrfache Besuche in Chicago bei. Insbesondere die Zhou-Brothers waren und sind seit 2013 ihre Lehrmeister, erläuterte Ramm-Weber dem Publikum.
Ihren kraftvollen Arbeiten, welche stets bewusste und absichtsvolle Darstellungen zeigten, fehle es nicht an Originalität und auch wenn nicht alle in ihren Bildern verwendeten Zeichen lesbaren Charakter aufwiesen, könne man den Schriftzug »Salix Alba« in unterschiedlicher Art und Weise immer wieder in ihren Werken entdecken.
Zwischen Figur und Abstraktion vermittle Beate Axmann mit ihren Werken ein Gefühl von innerer Freiheit, welche, so Ramm-Weber, es in der absoluten Form durch unterschiedliche Verpflichtungen und Zusammenhänge eines jeden Lebens, nicht geben könne.
Führungen möglich
Die unterschiedlichen Kunstwerke in diversen Größen, gestaltet mit Mischtechnik, Tusche und Acryl auf Leinwand oder Papier, werden in der Ausstellung ergänzt durch Kunstwerke aus anderen Materialien.
Diese sind von nun an zu den Öffnungszeiten der Galerie Wilhelm Kimmich – samstags, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr – bis zum 2. Juni zu sehen. Die ausgestellten Werke sind zudem käuflich zu erwerben. Als weiteres Highlight zur Ausstellung bietet Beate Axmann Künstlergespräche und Führungen durch ihre Ausstellung an. Diese finden an den Sonntagen, 24. März, 14. April, und 5. Mai jeweils ab 14 mit Talk, Live-Performance und Musik statt. Zum Ende der Ausstellung am Sonntag, 26. Mai, ab 11 Uhr gibt es einen Rückblick auf die Ausstellung mit Art talk.
Im Anschluss an einige Worte des Danks durch Hubert Nagel konnten die Gäste dann die Ausstellung begehen und die Werke auf sich wirken lassen oder mit der Künstlerin ins Gespräch kommen. Nun freuen sich die Künstlerin und alle anderen, an der Ausstellung Beteiligten über zahlreiche Besucher, welche sich die Ausstellung anschauen.